[an error occurred while processing this directive]

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Las Vegas entdeckt die Kunst

Das zweite Leben des Spielerparadieses

Anklicken zum Vergrößern
Ägypten auf Abwegen - in der Pyramide des Hotel Luxor findet sich auch der Nachbau einer Grabkammer.

Las Vegas - Noch vor einem Jahr verschwendete Thomas Krens, Direktor der Solomon R. Guggenheim Stiftung, kaum einen Gedanken an Las Vegas, das Spielerparadies in der Wüste von Nevada: "Ich konnte mir kaum vorstellen, mit Las Vegas als Ausstellungsort zusammen zu arbeiten."

Infos und Tipps

Las Vegas, das war eine Stadt, die ihren zweifelhaften Ruf den Spielcasinos und Striptease-Joints verdankte, eine Stadt, in der sich heiratswillige Paare an einem Drive-Thru-Schalter das Jawort geben und zur Feier des Tages gleich noch einen Hamburger und ein paar Fritten bestellen konnten.

Dann fuhr Krens selbst nach Las Vegas, und offensichtlich hat er seine Meinung geändert: Schon im Herbst 2001 wird das New Yorker Guggenheim-Museum eine Filiale in Las Vegas eröffnen - gemeinsam mit der Eremitage im russischen St. Petersburg. "Heute glaube ich, dass Las Vegas eine einzigartige Möglichkeit bietet, mit einem Millionenpublikum aus aller Welt zu kommunizieren", so Krens. Mikhail Piotrovski, der Direktor der Eremitage, ergänzt: "Wir gehen mit sehr ehrgeizigen Erwartungen in dieses Projekt - das bezieht sich sowohl auf die Ausstellungen selbst als auch auf das Design des Gebäudes, in dem das Museum untergebracht werden soll."

Picasso und Renoir zwischen Roulette und Black Jack
Anklicken zum Vergrößern
Kunst nicht nur für Kenner - das Hotel Bellagio kann mit einigen echten Picassos aufwarten.

Krens und Piotrovski stehen nicht allein: Wer Rang und Namen hat in New York oder Hollywood, steckt zurzeit seinen Claim ab in der Wüste von Nevada - und kommt manchmal schon zu spät. Internationale Chefköche haben schon vor Jahren die Stadt erobert, die sich einst durch die billigen Buffets der Spielcasinos und die Neonreklamen der Fast-Food-Ketten auszeichnete. Damals sollten die Leute gefälligt Roulette oder Black Jack spielen - und durch nichts in der Stadt davon abgelenkt werden. Heute verstecken sich McDonalds, Burger King und Starbucks zwischen französischen Restaurants und teuren Boutiquen.

Insbesondere Kultur wird von den Machern der Stadt heute groß geschrieben: Im Hotel Bellagio beispielsweise hängen schon heute Picassos und Renoirs. Das neue Eremitage-Guggenheim soll von dem niederländischen Stararchitekten Rem Kohlhaas gebaut werden. Die erste Ausstellung im kommenden Herbst, "Masterpieces and Master Collectors", zeigt impressionistische und moderne Meister aus den Sammlungen beider Museen, darunter Cézanne, Chagall, Kandinsky, Matisse, Monet, Picasso und Renoir. Am Strip ist die ganze Welt zu Hause weiterblättern
 

IVWPixel Zählpixel

Zuletzt geändert von tea