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Pubs in London:

Ein Mekka für Kneipenbummler

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Wer durch Londons Kneipen ziehen will, also einen "pubcrawl" plant, hat die Qual der Wahl. Die britische Hauptstadt bietet ihren fast sieben Millionen Einwohnern und jährlich mehr als zehn Millionen Touristen etwa 6 000 Möglichkeiten, sich die Kehle zu befeuchten.

Die Toleranz der Multi-Kulti-Metropole wird in ihren Pubs sichtbar: Arm und Reich, Schwarz und Weiß, Einheimische und Zugewanderte vereinen sich beim Trinken in den gemütlichen Lokalen. Vielen sind sie mit ihren offenen Kaminfeuern, teppichbelegten Böden und prachtvollem Blumenschmuck zum zweiten Zuhause geworden.

Ab 18 Uhr wird´s proppenvoll

Die erste Gästewelle ergießt sich zur Mittagszeit über die Pubs. Auf Schiefertafeln werden Fish and Chips, Jacket Potatoes (gebackene Kartoffeln mit Füllungen) oder Pies (Blätterteig-Pasteten) angeboten. Hinter einem Ploughman verbergen sich eine dicke Scheibe Käse mit süßsaurer Sauce (Pickles) und einige Schnitten Brot. Proppenvoll werden die Pubs aber erst nach Arbeitschluß gegen 18.00 Uhr. Manager in Nadelstreifen stehen dann mit gelockerter Krawatte in den Lokalen und diskutieren bei einem Glas Ale - nach britischer Tradition etwa elf Grad warm und ohne Schaum - die Börsenkurse.

Ein Kleinod ist "The George Inn" (77 Borough High Street). Die ehemalige Postkutschenstation, heute im Besitz Großbritanniens größter Denkmalschutzorganisation, des National Trusts, ist der einzige erhaltene Pub Londons mit Galerien.

INFORMATIONEN:

REISEZIEL: London ist die Hauptstadt Großbritanniens und liegt an der Themse in Südostengland.
ANREISE: London ist über fünf Flughäfen zu erreichen. Mit dem Pkw ist der Ärmelkanal zwischen Calais und Dover entweder per Fähre, Lufkissenboot (35 Minuten) oder in "Le Shuttle" durch den Euro-Tunnel zu überqueren. Ermäßigungen gibt es bei Aufenthalten von bis zu fünf Tagen und für Frühbucher. Zu rechnen ist mit Preisen zwischen 450 und 600 Mark pro Auto.
ZEITUNTERSCHIED: minus eine Stunde.
WÄHRUNG: Ein britisches Pfund
SPRACHE: Englisch.
REISEZEIT und KLIMA: London ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Selbst im Winter kann es Sonnenschein und blauen Himmel geben, selten rutscht das Thermometer tagsüber unter den Gefrierpunkt. Die niederschlagreichsten Monate sind November und August.
TIPPS: Wer in kurzer Zeit viele Pubs kennenlernen will, sollte sich bei "London Walks" (Tel. in Großbritannien: 0171/624 39 78) nach den Pub-Walks erkundigen. Angeboten werden unter anderem ein "Old Hampstead Village Pub Walk" und ein "Along the Thames Pub Walk".

In der Flucht niedriger Räume mit klobigen Deckenbalken, eingepaßten Bänken und grobem Holzfußboden kann man sich im Winter am offenen Kaminfeuer wärmen. Im Sommer laden Picknick-Bänke und Tische auf dem kopfsteingepflasterten Hof zum Verweilen ein.

Den Anspruch, das älteste Pub der Stadt zu sein, erhebt der "The Prospect of Whitby" (57 Wapping Wall - Foto). Schon zur Regierungszeit König Heinrich VIII. soll an der Stelle des heutigen Pubs eine Spelunke insbesondere Schmuggler bedient haben. An diese dubiose Kundschaft erinnert noch ein Galgen samt Strick vor dem Balkon. Heute ist das Gasthaus mit Steinfußboden, Butzenscheiben und einem romantischen Biergarten am Themseufer Anlaufstelle für die Wohlhabenden, die sich eine Bleibe in den umgebauten Lagerhäusern ringsum leisten können.

Das atmet Bierdunst...

Viele Pubs haben schon eine mehr als hundertjährige Geschichte hinter sich. Etwa das denkmalgeschützte "The Salisbury" mit seinen Mahagony-Tresen und den viktorianischen Fenstern (90 St. Martin's Lane). Dem verleihen rotsamtene runde Sofanischen, Jugendstillampen, Spiegelwände und Topfpalmen eine plüschige Atmosphäre. Man wählt aus einem Dutzend Faßbieren - vom cremigen Calder's bis zum schwarzen Guinness. Eine Besonderheit der Kneipe inmitten der Westend-Theater ist der Familienraum. Kinder unter 14 Jahren haben per Gesetz in Pubs keinen Zugang, es sei denn, es gibt einen ihnen zugewiesenen Nebenraum oder einen Biergarten.

... und Geschichte

Geschichte atmet auch der "The Grenadier" (18 Wilton Row), in einer verwunschenen Seitenstraße Belgravias. An einen illustren Stammgast, den Herzog von Wellington, erinnert ein Stein neben dem Gebäude, von dem aus der Feldmarschall sein Pferd zu besteigen pflegte. Auf historische Trinktraditionen hat man sich im "Cooperage"(48 Tooley Street) besonnen. Wie im 18. Jahrhundert wird das Ale dort in Zinnbechern, sogenannten Tankards, zelebriert. In "The Old Bank of England" (194 Fleet Street) kann unter pompösen Kandelabern getrunken werden. Der grandiose Pub war ehemals die einzige Außenstelle der Bank of England und bediente bis in die 70er Jahre Kunden der nahen Gerichte. Bier mit Aussicht weiterblättern
 

Last edited: tea 03.12.2004 16:07