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In Macau ist Glücksspiel erlaubt

Sonderweg ins Reich der Mitte

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1602 wurde die Sao Paulo Kirche erbaut.Die Ruine ist das Wahrzeichen von Macau.

Macau - Die Rückkehr zu China haben die Menschen in Macau nur als einen Wechsel in der Verwaltung erlebt. Sicher, man sieht heute weniger Portugiesen in den Straßen, aber noch ist es diese eigentümliche Mischung aus europäischem Flair und fernöstlichen Traditionen, die an der Stadt besticht. In der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember 1999 kehrte das bis dahin portugiesische Macau ins Reich der Mitte zurück. Doch auch für die nächsten 50 Jahre ist ihm - wie dem Nachbarn Hongkong - ein kapitalistischer Sonderweg sicher.

Wer sich der Stadt mit der Fähre aus Hongkong kommend nähert, ist zunächst wenig beeindruckt. Vom imposanten Hochhausspektakel, gönnt der Besucher der Stadt zuerst nur einen mitleidigen Blick. Die meisten haben nicht einmal genug Zeit mitgebracht, dieses vorschnelle Urteil zu revidieren. Der Mehrzahl ist Macau nur einen Tagesausflug wert. Das ist aber eindeutig zu wenig für die Stadt der zwei Kulturen, in der es so einiges zu entdecken gibt.

Allerlei technischer Schnickschnack

Einen guten Einstieg in Historie und Gegenwart der Stadt bietet ein Besuch im vorzüglich ausgestatteten Museum von Macau, in dem es selbst Kindern nicht langweilig wird. Vor zwei Jahren wurde das mit allerlei technischem Schnickschnack versehene Museum eröffnet. Vor vielen der Vitrinen lassen sich Knöpfe drücken, woraufhin entweder Handelsrouten auf einer Landkarte aufleuchten oder die verschiedenen Rufe von Macaus typischen Verkäufern erschallen - ein im besten Sinne interaktives Museum, bei dem der Besucher etwas lernen kann, ohne es richtig zu merken.

Die Jesuitenkirche Sao Paulo
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Multikulturelles Macau - das portugisiesche Erbe ist noch lebendig.

Nur ein paar Meter vom Museum entfernt steht das wohl am meisten fotografierte Wahrzeichen der Stadt: die Ruinas de Sao Paulo. 1602 als Jesuitenkirche errichtet, steht heute nur noch die imposante Steinfassade. Eine Treppe, auf der es sich Einheimische wie Touristen bequem machen, führt zu den Überresten der Kathedrale. Mächtig und gespenstisch erhebt sich die Fassade, mit Nischen und Rundbögen, die je nach persönlicher Perspektive ins Nichts führen oder in den Himmel.

Kirchen und Tempel

Die religiösen Stätten Macaus zeugen von der besonderen Mischung aus Ost und West, die für die Stadt typisch ist. Außer den zahlreichen Kirchen als Erbe der portugiesischen Herrschaft gibt es auch die unterschiedlichsten Tempel zu besichtigen. Der größte der Stadt ist der Kun Iam Tong. Hier herrscht schon am Morgen eine bedächtige Geschäftigkeit. Gläubige eilen die Stufen hinauf, entzünden Räucherstäbchen, stehen versunken vor den Altären oder halten einen Schwatz mit einem Bekannten. Von den neugierigen Touristen lassen sie sich dabei nicht im geringsten stören.

Omas, Teenager, goldener Buddha und Aschehäufchen
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Tempel Kun Iam Tong - hier gedenken Gläubige an die Toten.

In der Haupthalle des Tempels hängen riesige Räucherspiralen unter der Decke, die immer wieder Aschehäufchen auf die Köpfe der Besucher regnen lassen. Großmütter und Teenager in der Halle stehen nebeneinander, blicken zu den goldenen Buddhastatuen und gedenken der Toten. In den kleinen Nebenhallen finden sich Ahnenräume, die an die Verstorbenen und ihre Vorlieben erinnern, sowie ein Raum mit Pflanzen, in dem ein besonderer Bonsaibaum aufbewahrt wird. Sein Stamm beschreibt die Form des chinesischen Zeichens für "langes Leben".

Viele Einheimische, wenige Touristen weiterblättern
 
Geändert Januar 2001 von tea