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In Sarawak verschmelzen Dschungel und Moderne

Das Land der Kopfjäger

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Blick auf Kuching - in der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sarawak mischen sich traditionelles Asien und westliche Moderne.

Kuching - Kuching macht es Besuchern nicht schwer, die Stadt zu mögen. Die Dschungelmetropole im Nordwesten Borneos ist längst in der Moderne angekommen, Urlauber müssen auf gewohnte Annehmlichkeiten nicht verzichten.

Sarawak - Infos

Die führenden Hotels unterscheiden sich nur wenig von denen europäischer Großstädte. Die Verkehrsdichte auf den Straßen ist nicht anders als in Deutschland, sich mit dem Auto zu bewegen kein Problem. Dennoch verleugnet die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sarawak ihren ostasiatischen Charakter nicht.

Mitten in den Tropen

Dass prasselnder Regen die Besucher empfängt, ist normal: Kuching liegt mitten in den Tropen. Tagsüber ist es meist um die 30 Grad warm, selbst gegen Mitternacht wird es nicht wirklich kühl. Dafür sind die Abende ausgesprochen angenehm. An der Waterfront, der rund einen Kilometer langen Uferpromenade, ist es dann spürbar ruhiger. Die Lichter der Stadt spiegeln sich im Sarawak River, Fischerboote laufen in Richtung Südchinesisches Meer aus. Man braucht nicht lange zu bummeln, um irgendwo einen Platz mit Blick auf das Wasser zu finden, von dem aus sich die Szenerie entspannt beobachten lässt.

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Quirlig und laut

Tagsüber ist es quirliger und lauter in Kuching: Rund 450 000 Menschen leben im Großraum. Kuching ist damit die größte Stadt Sarawaks, das seinerseits der größte Bundesstaat Malaysias ist.

Sarawak ist in vieler Hinsicht anders: Von den rund zwei Millionen Einwohnern sind nur die wenigsten Malaien. "Und während Malaysia insgesamt moslemisch ist, sind mehr als die Hälfte der Menschen in Sarawak Christen", erzählt Angela Lin Sam vom Sarawak Tourist Board, die selbst katholisch ist und zum Stamm der Iban gehört.

Chinesen gehören zu Minderheit

Eine der bedeutendsten Minderheiten in Kuching sind die Chinesen. Einen Abstecher lohnt deshalb das chinesische Viertel: Der Eingang zu Chinatown wird von einem überdimensionalen Bogen markiert. Davor steht die Statue einer riesigen weiße Katze. Schließlich gilt Kuching als die Stadt der Katzen, wie auch das Cat Museum dokumentiert.

In Chinatown reiht sich ein Geschäft ans andere, meist im Erdgeschoss gelegen und zur Straße hin offen: Bäckereien neben Fahrradhändlern, Apotheken neben Läden mit Haushaltswaren. Die Chinesen Kuchings stellen einen der beiden Bürgermeister, ihrer Kultur ist das Chinese History Museum mitten in der Stadt gewidmet.

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Farbenfrohes Sortiment: Auf dem Sonntagsmarkt in Kuching gibt es Chili- Schoten gleich neben Ingwerwurzeln.

Genau gegenüber fällt schon von weitem der Tua Pek Kong Tempel auf, das älteste chinesische Gotteshaus Sarawaks. Die farbenfrohen Türen sind selten geschlossen. Eine Mutter kniet dort neben ihrem Sohn auf einem rotem Polster auf dem Boden, Räucherstäbchen in den Händen, vor sich ein Tisch mit großen Kerzen. Und ganz vorne steht ein Teller mit Opfergaben: ein Entenfuß und ein Hühnerei. Tua Pek Kong ist in der chinesischen Mythologie der Gott des Wohlstands.

Hommage an Außerirdische

Ein Stück Richtung Süden ragt das Civic Centre in den Himmel. Das futuristische Gebäude auf Stelzen, das aussieht, als hätte Erich von Däniken eine architektonische Hommage an Außerirdische entworfen, verfügt über einen Fahrstuhl, mit dem Gäste außen an der Gebäudewand in die Höhe fahren können. Von der Aussichtsplattform aus lässt sich die ganze Stadt überschauen: der chinesische Friedhof in unmittelbarer Nähe, die vielen Palmen in den Gärten, die Hochhäuser und Verkehrsadern Kuchings und im Dunst am Horizont die Berge in Kalimantan, dem südlichen Teil Borneos, der zu Indonesien gehört.

Wo sich ein lebendes Huhn in einen Plastikbeutel stecken lässt
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Die farbenfrohe, asiatische Seite Kuchings -auf den Märkten ist es fast immer eng und laut, aber alles andere als hektisch.

Die bunte, asiatische Seite Kuchings ist vielleicht nirgendwo so gut zu erfahren wie auf dem Sonntagsmarkt: Ein Obststand reiht sich an den anderen, Frauen mit Einkaufskörben schieben sich an den langen Tischen vorbei, auf denen Krabben und Muscheln ausliegen. In Plastikschüsseln davor schwimmen noch lebende Fische. Sie werden in durchsichtigen Tüten abgewogen und verkauft. Auch wer ein lebendes Huhn haben möchte, lässt es sich in einen Plastikbeutel stecken.

Vor dem Markt parkt eine Armada kleiner Motorräder, die hier zu den bevorzugten Verkehrsmitteln gehören. Die Fahrweise würde bei der Deutschen Verkehrswacht Entsetzen auslösen: Auf den Knattermaschinen, die blaue Wölkchen ausstoßen, sitzen nicht selten Vater, Mutter und Kind hintereinander, im T-Shirt, mit Sandalen und oft ohne Helm.

Wo Schädel als Trophäen aufbewahrt wurden weiterblättern
 
Last edited: tea 03.12.2004 16:07