[an error occurred while processing this directive] IVWPixel Zählpixel

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Maltas Hypogäum ist wieder geöffnet

Älter als die Pyramiden

Anklicken zum Vergrößern
Lebendes Museum - Malta ist auch über der Erde übersäht mit Zeugnissen der Jungsteinzeit.

Valletta - Mit überbreiten Hüften, den Arm schützend vor ihre prallen Brüste gelegt, ruht sie auf ihrem steinernen Bett: die "Sleeping Lady". Die bekannteste Steinzeitfigur Maltas im Hypogäum kann jetzt wieder bewundert werden, denn das unterirdische Labyrinth in Paola nahe der Inselhauptstadt Valletta ist seit vergangenem Jahr wieder geöffnet.

Acht Jahre lang waren die Höhlen, die vor rund 5000 Jahren drei Stockwerke tief in den Stein getrieben wurden und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, restauriert worden. Heute lässt sich die in Europa einzigartige Anlage, die zu den Zeugnissen der Megalithkultur auf Malta gehört, auch multimedial erkunden.

Eine riesige Grabstätte für 7000 Menschen

In 23 Tempeln über der Erde huldigten die Bauern der Jungsteinzeit auf Malta dem Leben. "Doch was sich in den Kammern, Nischen und Höhlen des Hypogäums abspielte, wissen wir kaum", sagt Museumsführer Joseph Farrugia. Wurden hier, tief im Leib der Erde, der Muttergöttin blutige Opfer gebracht? Vielleicht war das Gewirr der Gänge eine riesige Grabstätte für 7000 Menschen - möglicherweise aber auch nur ein natürlich klimatisierter Getreidespeicher.

Anklicken zum Vergrößern
Ungelöstes Rätsel - welchem Zweck das vor 5000 Jahren angelegte Hypogäum diente, ist noch unklar.

Heilige Höhle

Nur spärlich beleuchten elektronisch gesteuerte Strahler den Weg durch das Dunkel. Per Zufall entdeckten Bauarbeiter beim Ausschachten einer Sickergrube 1899 die Kammern, erst 1910 begann jedoch die professionelle Erforschung der 500 Quadratmeter großen Anlage. Eintretendes Wasser und klimatische Veränderungen führten 1992 zur Schließung der heiligen Höhle. Um den Tempel vor weiterer Zerstörung durch Licht, das Kohlendioxid der Atemluft und Berührungen der Besucher zu schützen, sind heute nur wenige Bereiche geöffnet.

Die Opfertiere wurden an der Wand festgebunden weiterblättern
 
Last edited: tea 03.12.2004 16:07