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In Memphis ist Elvis Presley allgegenwärtig:

Auf den Spuren des Kings

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Memphis

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Memphis - "Elvis Presley lebt" - viele Fans des "King of Rock'n'Roll" sind selbst 25 Jahre nach seinem tragischen Tod fest davon überzeugt. Immer wieder wollen ihn einige zufällig gesehen oder als Anhalter mitgenommen haben.

Andrea Perry, Mitarbeiterin im Fremdenverkehrsbüro von Memphis im US-Bundesstaat Tennessee, muss schmunzeln, wenn sie diese Geschichten hört. Elvis war berühmt und starb unerwartet in verhältnismäßig jungem Alter - das fördere wohl solche Legenden, meint sie. Aber sein Mythos lebt weiter. Nirgendwo sonst wird das so deutlich wie in Memphis.

In der Metropole im Süden der USA erinnert vieles an den Superstar: Museen widmen sich seiner Geschichte, in Downtown steht ein Denkmal. Auch Restaurants und eine Hauptstraße - der Elvis Presley Boulevard - sind nach ihm benannt. Immerhin nahm in der Stadt am Mississippi seine Karriere ihren Anfang: Presley gilt als Mitbegründer und einer der wichtigsten Interpreten des Rock'n'Roll, seine Songs wurden weltweit millionenfach verkauft.

Sun Studio ist heute eine der Hauptattraktionen

Da ist es heute kaum vorstellbar, wie Elvis zu seiner ersten Platte kam: Im Sun Studio in Memphis soll er 1953 die Ballade "My Happiness" aufgenommen haben - als Geschenk für seine Mutter. Studiobesitzer Sam Phillips erkannte aber das Talent des Nobodys und das Potenzial seines ungewöhnlichen Stils, der Elemente des Blues mit denen der Country- und Gospel-Musik verband, und machte Elvis zum begehrtesten Musiker der Welt.

Heute ist das Studio eine der Hauptattraktionen. Besucher können den - so Führerin Adrienne Klein - "heiligen Boden" im Aufnahmeraum betreten. Die Stelle, an der Elvis angeblich für Aufnahmen stand, ist mit Klebeband markiert. Das Mikrofon sei auch noch das Original - zur Freude der Touristen, die sich damit für ein Foto in Pose werfen.

Musikalischen und kulturelle Einflüsse in Memphis

Wer mehr über die historischen Zusammenhänge der Entstehung des Rock'n'Roll erfahren möchte, muss nur ein paar Ecken weiter gehen: Im "Memphis Rock'n'Soul Museum" werden die musikalischen und kulturellen Einflüsse dargestellt. Die Stadt Memphis spielte für die Entwicklung eine wichtige Rolle, sagt Museumsführer Jimmy Ogle: In den Clubs der Beale Street seien seit den dreißiger Jahren die Musikrichtungen von Schwarzen und Weißen - Blues und Country - zusammengeflossen.

Im Anschluss an das Museum lässt sich nebenan die Gibson-Fabrik besichtigen, wo in Handarbeit die Gitarren gleichen Namens gefertigt werden. Auch Elvis spielte ein solches Instrument in seinen Konzerten, bei denen er die Mädchen mit erotischem Hüftschwung in Ekstase versetzte. Ein Eindruck von dieser Atmosphäre lässt sich heute noch in der Beale Street gewinnen: In den Clubs an der Musikmeile legen sich abends Blues-, Jazz- und Rockbands mit den alten Songs ins Zeug.

Graceland - die Elvis-Mekka

INFO-KASTEN: Memphis

Tennessee Tourism, Horstheider Weg 106a, 33613 Bielefeld, Tel. 0521/986 04 15; Fax: 0521/986 04 11;
E-Mail: info@tennesseetourism.de;
Internet: http://www.tennesseetourism.de
Memphis Convention & Visitors Bureau, 47 Union Avenue, Memphis, TN 38103, Tel. von Deutschland: 001/901/543/53 00; Fax: 001/901/543/53 50;
Internet: http://www.memphistravel.com.
Eine Übersicht zu den Veranstaltungen findet sich im Internet unter http://www.elvis.com.

Die größte Elvis-Attraktion in Memphis ist allerdings Graceland, das Privatanwesen des Stars etwas außerhalb der Stadt. Besucher erhalten dort Einblicke in den kitschigen Geschmack des "King": Im Flur zum gelb-blau gestrichenen "TV-Room" etwa ließ er an Wänden und Decken Spiegel montieren. Nach einem Rundgang gelangen Besucher in das wohl beeindruckendste Zimmer: In der "Hall of Gold" hängen an den Wänden die goldenen Schallplatten, die Elvis erhielt.

Das obere Stockwerk mit dem Bad, in dem Elvis am 16. August 1977 im Alter von 42 Jahren nach einem Herzversagen tot vor der Toilette gefunden wurde, bleibt für Besucher jedoch tabu. Auch die letzten Lebensjahre, in denen der Star an Fettleibigkeit litt und von Medikamenten abhängig war, werden bei der Tour ausgeklammert. "Wir wollen einen Teil seines Lebens privat belassen", sagt Bobby Davis, Sprecher der Firma Elvis Presley Enterprises (EPE), die Graceland verwaltet. Wahrscheinlich ist das auch den meisten Fans ganz recht.

"Wir erwarten allein in der Nacht bis zu 25 000 Fans"

Zumindest deren ungebrochene Treue beweist sich jedes Jahr wieder in der Nacht vom 15. auf den 16. August: Bei der "Vigil", einer Art Nachtwache, pilgern Tausende mit Kerzen zu Elvis' Grab im Garten von Graceland. In diesem Jahr, in dem sich Elvis' Todestag zum 25. Mal jährt, werden es wohl noch mehr, schätzt Bobby Davis: "Wir erwarten allein in der Nacht bis zu 25 000 Fans."

Auch im übrigen Memphis wird sich zum Gedenken an den "King" dann einiges tun: Es gibt eine "Elvis Week" mit verschiedenen Veranstaltungen. Auch in Jackson, etwas östlich von Memphis, findet vom 7. August an ein Festival statt. Die Hauptstadt Nashville organisiert vom 8. bis 18. August ebenfalls eine Veranstaltungsreihe. Bei diesem umfangreichen Programm muss es nicht wundern, wenn dann wieder einmal jemand den "King" gesichtet haben will - zu den Terminen werden natürlich auch viele Elvis-Imitatoren erwartet.

Felix Rehwald, dpa

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