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Monaco zieht nicht nur die Prominenz magisch an

Mondän und malerisch

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Monaco

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  • Monaco - Die Propheten und Sibyllen über der marmornen Badewanne erinnern an die prächtige Deckenmalerei der Sixtinischen Kapelle in Rom.

    Aber die Fernbedienung im Designer-Look weist eindeutig auf das 21. Jahrhundert hin. Per Knopfdruck können die Gäste des "Hôtel de Paris" in Monaco selber für einen Aha-Effekt sorgen: Die Vorhänge im Schlafzimmer öffnen sich und geben den Blick auf ein traumhaftes Panorama frei: rechts die steilen Seealpen, links das Mittelmeer und gegenüber der Grimaldi-Felsen, der majestätisch aus dem Wasser ragt und auf dem das eigentliche Monaco liegt.

    Winston Churchill liebte diesen Blick aus dem 210 Quadratmeter großen Appartement im obersten Stock des legendären "Hôtel de Paris". Auch Jules Vernes und Aristoteles Onassis stiegen in dem Luxusquartier ab. Als der Milliardär und Geschäftsmann Francois Blanc sich im Jahr 1864 entschloss, das Hotel erbauen zu lassen, hatte er ein einziges Ziel vor Augen: "Ein Hotel, das alles übertrifft, was jemals geschaffen wurde, sogar das Hôtel du Louvre und das Grand Hôtel in Paris. Ich will, dass man von dem Hotel wie von einem Weltwunder spricht, und daraus ein zugkräftiges Werbemittel macht."

    Zerklüftete Fürsten-Cap und Azurblau des Meeres

    Werbung braucht Monaco heute keine mehr. Jedes Jahr zieht es knapp sechs Millionen Touristen in den sonnigen Zwergstaat. Prächtige Landschaftskontraste, Zypressenhaine, Palmen, überraschende Ausblicke, Glamour, Eleganz und vor allem Luxus besitzt die "Perle der Côte d'Azur" in Hülle und Fülle. Auf nur zwei Quadratkilometern befinden sich mehr Sterne-Restaurants, mehr Luxushotels und Casinos als irgendwo anders auf so kleiner Fläche. Auch mit landschaftlichen Reizen geizt der Fürstenstaat nicht: Die steil zum Meer hin abfallenden Alpen und das zerklüftete Fürsten-Cap bilden vor dem Azurblau des Meeres ein einzigartiges Panorama.

    Sehen und gesehen werden

    Der kleine Staat hat nur 30 000 Einwohner. Im Sommer oder bei Großveranstaltungen wie dem Formel-1-Rennen oder dem größten Zirkusfestival der Welt wird es auf den Straßen und Gassen der Altstadt dennoch eng. Doch das scheint nur wenige zu stören: "Monaco ist kein Ort, um sich zurückzuziehen. Hier vergnügt man sich anders. Man will sehen und gesehen werden", erklärt ein Taxifahrer.

    Wer sich also mehr für die mondäne Welt interessiert als für das Schloss mit seiner Wachablösung um 12.00 Uhr oder das ozeanische Museum, der braucht nur ins "Café de Paris" am Place du Casino zu gehen. Von hier aus kann man ungestört durch seine schwarze Sonnenbrille beobachten, wer aus den Porsches, Jaguars und Bugattis steigt, um rechts im Casino die Roulettekugel rollen zu lassen oder durch die Glasdrehtür in das "Hotel de Paris" zu entschwinden.

    Postkartenansicht: Zwischen "Grand-Casino" und "Hôtel de Paris"

    Die Terrasse des In-Cafés wird auch "La Lézardière" genannt - eine Anspielung auf die sonnenhungrige Eidechse. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts sonnte man sich hier bei einem Aperitif. Aber nicht nur das Kommen und Gehen der Reichen und Superreichen macht Monte Carlo, wie dieser Teil Monacos genannt wird, zu einem Anziehungspunkt. Die Aussicht von diesem Belle-Epoque-Café gleicht einer Postkartenansicht: Zwischen der Nobelspielhölle "Grand-Casino" und der Luxusherberge "Hôtel de Paris" fällt der Blick hindurch auf das offene Meer.

    Monaco: Staat, Hauptstadt, aber auch Dorf

    Monaco ist Staat, Hauptstadt, aber auch Dorf. Vielleicht liegt darin ein Teil des Charmes, den dieses Stück Land im Süden Frankreichs nahe der Grenze zu Italien ausstrahlt. "La roca" nennen die Monegassen den Grimaldi-Felsen, auf dem sich die Altstadt mit ihren Gassen und ungezählten Tavernen befindet. Malerisch, provenzalisch und wie aus einer anderen Welt wirkt dieser historische Kern des Fürstenstaates. Das Panorama zeigt den Mastenwald der Yachten, die im Hafen von La Condamine vor Anker liegen. La Condamine heißt das Viertel, das zwischen dem Felsen-Cap und Monte Carlo liegt. Dort befinden sich die Einkaufsstraßen, die alle zum Hafen führen, in dem sich einige der schönsten Segler der Welt drängeln.

    "Hongkong des Mittelmeers"

    Aber der Stadt fehlt Platz. Die Hochhäuser am Hang werden immer höher und zahlreicher, und der Verkehr wird immer dichter. An diesem Problem leiden zwar auch andere Städte an der Côte d'Azur, doch in Monaco entstand aus der Raumnot eine weitere Attraktion: Die Betonwüste an dem Felsengestein wirkt für viele Besucher exotisch. Ihr verdankt Monaco den Beinamen "Hongkong des Mittelmeers".

    Sabine Glaubitz, dpa

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