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Im "Mystery Park" werden die Rätsel der Welt untersucht

Wie war das mit Atlantis?

Mystery Park

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Interlaken - Freunde alter Grand-Hotels können sich in Interlaken wie in einem Themenpark fühlen: Zu Dutzenden säumen die Prachtbauten den Höheweg, der in gerader Linie vom Bahnhof Interlaken West zum Bahnhof Interlaken Ost führt.

Die Rolle des Platzhirsches spielt das "Victoria-Jungfrau", das seinen Führungsanspruch durch eine Schieferkuppel mit Schweizer Fahne dokumentiert. Aber auch andere Häuser tragen klingende Namen: Da sind das "Beau Rivage", das "Du Lac", das "Royal St. Georges" und das "Carlton", die dem "Victoria-Jungfrau" zumindest in der Tradition kaum nachstehen. Und wenn es nicht unbedingt der Höheweg sein muss, die zentrale Promenade Interlakens mit Blick zur Jungfrau, so ist die Auswahl noch größer.

Eisenbahnstrecke brachte ersten Boom

In der Schweiz wurde der moderne Fremdenverkehr im 19. Jahrhundert erfunden, und Interlaken war einer der ersten Ferienorte des Landes. Das hing mit der Lage zwischen Thuner- und Brienzersee zusammen, aber auch mit der Nähe zum alpinen Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach dem Bau der Eisenbahnstrecke von Bern nach Thun 1859 erlebte Interlaken den ersten Hotelboom. 1865 eröffnete das "Victoria", 1869 das benachbarte "Jungfrau". Seit 1899 sind die Gebäude verbunden.

Tourismus rückte den Alpen näher

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in den "Goldenen Jahren" Interlakens, folgten viele weitere Hotels. Auf dem Höhepunkt zählte der Kurort 5500 Betten in Fremdenzimmern. Heute sind es nur noch 4300, denn der Tourismus ist den Alpen näher gerückt: Skifahrer nehmen lieber gleich in Wengen, Mürren oder Grindelwald Quartier.

Im "Mystery Park" geht man ungelösten Rätseln auf den Grund

Bald könnte ein neues goldenes Zeitalter für Interlaken anbrechen. Denn am Rande seiner etwas angejahrten Kulisse wird in Kürze ein "Raumschiff landen": Am 24. Mai 2003 soll auf einem alten Flugplatz der Schweizer Luftwaffe der "Mystery Park" eröffnen, der sich in sieben Themenpavillons der ungelösten Weltenrätsel annehmen wird. Wie kamen die kilometerlangen Muster in den Wüstenboden des peruanischen Nazca? Wer konstruierte die Pyramide von Gizeh? Was hatte es mit der untergegangenen Stadt Atlantis auf sich? Fragen wie diesen soll in der Erlebniswelt auf populärwissenschaftliche Weise nachgegangen werden, unter anderem mit zwei U-Boot-Simulatoren.

Ideengeber ist Erich von Däniken

Zu erwarten sei weder eine "Esoterik-Institution" noch ein "Ufo-Park", heißt es bei der Mystery Park AG. Der Hinweis tut Not, nicht nur wegen der scheibenförmigen Gestalt des Hauptgebäudes. Denn Ideengeber des Ganzen ist der Schweizer Autor Erich von Däniken, der in den siebziger Jahren mit Thesen über die Landung außerirdischer Astronauten auf der frühzeitlichen Erde Berühmtheit erlangte. Jährlich 700 000 Besucher sollen nach Erwartung der Betreiber auf längere Sicht in den "Mystery Park" strömen. Die Leser seiner Bücher kämen sowieso, glaubt von Däniken - das wären dann rund 60 Millionen.

INFO-KASTEN: Mystery Park

Interlaken Tourismus, Höheweg 37, CH-3800 Interlaken
Tel: 0041/33/826 53 00, Fax: 0041/33/826 53 75
Internet: Interlaken Tourismus

Gutes Schlechtwetterangebot

Interlakens Tourismus-Direktor Urs Zaugg ist von dem Projekt "sehr begeistert", wie er sagt. Der Park erschließe dem Städtchen einen neuen Besucherkreis und stelle daneben auch ein ausgezeichnetes Schlechtwetterangebot dar.

Einzige "Außerirdische" sind die Japaner

Freunde alter Grand-Hotels kommen der Invasion der Däniken-Fans am besten zuvor und besuchen Interlaken noch vor Mai 2003. Schließlich ist das Städtchen auch im Winter eine Reise wert, zumal sich die Tarife in den Hotels dann deutlich freundlicher ausnehmen. Zum einen dauert es auch von hier aus nur gut 45 Minuten, bis die Skigebiete der Jungfrauregion erreicht sind. Andererseits ist man in fast der gleichen Zeit in der Schweizer Bundesstadt Bern mit ihren Laubengängen, Brunnen, Uhrtürmen und gediegenen Geschäften.

Diese gibt es freilich auch in Interlaken genug - am Höheweg reiht sich ein Uhrenladen an den anderen. In einigen Schaufenstern sind fremdartige Schriftzeichen zu sehen. Auf Außerirdische weisen sie freilich nicht hin: Mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent liegen Japaner an der Spitze der Besucherstatistik.

Tobias Wiethoff, dpa

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