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Neuseeland:

Wo die Seele durchatmet

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Unberührte Landschaft bis zum Horizont: Port Jackson und der offene Pazifik.

Auckland - Als am 01. Januar 2000 die Sonne aufging, war Neuseeland die "erste bewohnte Landmasse" unseres Planeten, auf die sie - wie jeden Morgen - ihre Strahlen warf. Und die erste Stadt der Welt, die vom Licht des neuen Jahrtausends begrüßt wurde, hieß Gisborne.

Neuseeland - Infokasten

Neuseeland - das ist ein spannendes Gemisch aus Europäischem und exotischen Südsee-Impressionen. Die Straße auf der Nordinsel von Auckland zur Bay of Islands wird gesäumt von schmucken Häusern im viktorianischen Stil, in den Vorgärten blühen Pampelmusen-, Zitronen-, Orangen- und Guavenbäumen. Sie wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts von den ersten englischen Einwanderern gepflanzt - um Neuankömmlinge bei der Suche nach einer Bleibe mit Obst zu bewirten.

Gastfreundliche "Kiwis"

Die Gastfreundlichkeit haben die "Kiwis" bis heute nicht abgelegt. In heimeligen "bed & breakfast"-Unterkünften fühlt sich der Besucher selten als anonymer Gast. Selbst Maori-Familien, Nachfahren jener polynesischer Seefahrer, die im 09. Jahrhundert mit einfachen Segelkanus den Pazifik überquerten, öffnen ihre Häuser, ihre Kultur. Wie die "Kiel-Family" in Roturoa (Whanau Homestay Experience, 35 Whittaker Road, Tel. von Deutschland: 0064/7/34 85 693, Fax: 0064/ 7/34 91 291). Sie läßt den Gast ebenso an alten Zeremonien wie am täglichen Leben teilnehmen. Ihre Freundlichkeit wird spätestens dann offenbar, wenn sie mit dem Neuankömmling die Nasen reiben und auf heißen Steinen in der Erde ein Hangi vorbereiten: Zartes Lammfleisch mit Kartoffeln und Kürbis.

Ethno-Show des National Maritime Museum
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Die Maoris sind die Ureinwohner Neuseelands.

Das National Maritime Museum in Auckland bereitet in einer Ethno-Show auf die Begegnung mit Maoris vor, den Ureinwohnern von Neuseeland. Mit der Zwiespältigkeit der Probleme werden Besucher in einer Maori-Siedlung am Rande des Whirinaki-Regenwaldes konfrontiert. Einst hatten die Bewohner in Sägemühlen gearbeitet, bis Naturschützer eine Gesetzesvorlage gegen das Fällen von Kiefern erwirkten und die letzte Sägemühle 1989 geschlossen wurde. Jetzt sind die Bewohner etlicher Dörfer arbeitslos. Wakely Matekuare, 53, muß eine Frau und sieben Kindern ernähren. In der Sägemühle hatte er 200 New-Zealand-Dollar (NZ-Dollar) pro Woche verdient, das Arbeitslosengeld beträgt nur 110 NZ-Dollar. Ein kleines Zubrot bringt den Dorfbewohnern das Aufführen des traditionellen "Powhiri", der Begrüßungszeremonie mit dem berühmten Haka-Tanz, bei dem die Männer die Zunge herausstrecken - was einst als Abschreckung gemeint war.

"Am schönsten Ende der Welt"

Viele Europäer sind von der Maori-Kultur fasziniert. Manche haben sich für immer "am schönsten Ende der Welt" niedergelassen. Im ältesten Coffeeshop von Nelson, dem mediterran angehauchten Künstlerort, erzählt Eelko Boswijck, warum er 1960 Neuseeland gegen Holland als Heimat eingetauscht hat: "Hier finde ich die Freiheit, kreativ zu sein." Diese Freiheit schätzt auch der Maler Friedensreich Hundertwasser, der mehrere Monate im Jahr in seinem Haus in den Hügeln, unweit des historischen Ortes Russell mit dem berühmten "Duke of Marlborough-Hotel", verbringt.

Sein Freund Thomas Scicli-Lauterbach konzentriert sich mit seinen Bildern auf die geistige Welt der Maoris, bei denen er "eine Art Seelenverwandtschaft" verspürt. Die deutsche Winzerin Almuth Lorenz schließlich findet auf ihrem Weingut Merlen Estate in Blenheim so optimale Bedingungen vor, daß ihre Weine schon mehrmals mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.

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Last edited: tea 03.12.2004 16:07