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Neuseeland bietet viele Schätze der Natur

Zwischen Kiwis und Schafen

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Kiwi - das Symbol von Neusseeland. Es gibt nicht mehr viele von seiner Art.

Rotorua - Es ist stockdunkel, doch ganz hinten im Gehege ist eine schemenhafte Gestalt zu erkennen: Ein Vogel mit ungewöhnlich langem Schnabel - der Kiwi. Nicht die grüne Frucht gleichen Namens, sondern dieser Straußvogel ist das Nationalsymbol Neuseelands. Wer das Land besucht, muss ihn einfach gesehen haben.

Und dazu bieten die Inseln am "anderen Ende der Welt" viele Gelegenheiten, zum Beispiel in Whakarewarewa. Der Park in Rotorua auf der Nordinsel und seine Umgebung versammeln ein Sammelsurium der Attraktionen: Faszinierende Kulturtechniken der Ureinwohner, Atem beraubende Naturschauspiele und auch das abgedunkelte Gehege für den nachtaktiven Kiwi.

Meterhohe Fontänen pusten die Geysire von Whakarewarewa in die Luft. Noch am Abend wird sich jeder Besucher an die schwefelhaltigen Thermalquellen erinnern: Der feine Geruch hinterlässt auch in Jeans und T-Shirts seine Spuren. Bis vor 15 Jahren heizten die Bewohner von Rotorua ihre Wohnungen mit der geothermischen Energie, heute sprudeln die heißen Quellen nur noch zum Vergnügen.

Maori-Zeremonien mit Tänzen und Gesängen
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Der Lady-Knox-Geysir gehört zu den meistbesuchten Naturschauspielen im Umlauf von Rotorua.

Whakarewarewa ist ein Wort aus der Sprache der Maori-Ureinwohner. Deren Namen sind oft lang, aber einfach auszusprechen: Tuatahi Manaakitunga ist zum Beispiel der Name des ersten Babys, das am 01. Januar 2000 im neuen Jahrtausend geboren wurden. Jeder zehnte Neuseeländer ist heute ein Nachfahre der Ureinwohner, und die Region um Rotorua ist ihr kulturelles Zentrum.

Neuseeland - Infokasten

Wer von den Geysiren genug hat, kann sich im Maori Arts and Crafts Institute in Whakarewarewa die Technik zum Färben der traditionellen Maori-Röcke erklären lassen. Abends stehen Vorführungen klassischer Maori-Zeremonien mit Tänzen und choralähnlichen Gesängen auf dem Programm - entweder im Wald oder komfortabel in den Hotels des Ortes.

Ein großer Spaß besonders für Kinder ist der Besuch des "Agrodome" in Rotorua. Lincoln, Perendale oder Merino, so lernt man dort, sind keine Automarken, sondern verschiedene Schafrassen. Stellvertretend für die knapp 50 Millionen Tiere in Neuseeland ist im Agrodome je ein Repräsentant auf der Bühne zu bewundern. Auch ein schwarzes Schaf darf dabei nicht fehlen. Anschließend erklärt und zeigt Showmaster Brendan Scoble, wie man ein Schaf richtig schert.

Schafe soweit das Auge reicht
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Zwölf Schafe pro Einwohner. Die Herden prägen das Landschaftsbild des Landes.

Die Olympischen Spiele im australischen Sydney im vergangenen Jahr haben Neuseeland selbst zwar kaum zusätzliche Touristen beschert. Die Region Südpazifik ist jedoch durch die Spiele wieder stärker in den Blick der Weltöffentlichkeit gerückt. Das wirkt sich auch auf den Tourismus aus, der in Neuseeland inzwischen die Landwirtschaft als wichtigsten Wirtschaftszweig überrundet hat. Aus Deutschland kamen von September 1999 bis September 2000 mehr als 50 000 Besucher, 14 Prozent mehr als im Jahr davor. Deutsche planen ihre Reise ins Land der Kiwis dabei oft schon Jahre vorher und bleiben im Schnitt 28 Tage - anders als Asiaten, die im Schnitt nach fünf Tagen wieder abreisen.

Intakte Umwelt und menschenleere Landschaft

"Deutsche Besucher schätzen die intakte Umwelt und die menschenleere Landschaft. In Neuseeland steht man nie Schlange", sagt Reinhard Hueber, der vor 30 Jahren vom Chiemsee ans Ende der Welt auswanderte und heute Touren per Jeep durchs Land anbietet. Auswanderung ist auch für seine Kunden kein Tabu: "Jeder fünfte setzt sich ernsthaft mit dem Thema auseinander", weiß der 55-Jährige.

Rotorua ist ein paar Autostunden von der Metropole Auckland entfernt. Wer Kiwis, Schafe und Geysire schon gesehen hat, sollte den Ausblick vom ruhenden Vulkan Tarawera riskieren, einem heiligen Berg der Maori. Per Helikopter oder im Wagen mit Allradantrieb geht es zum Gipfel mit den insgesamt neun Kratern. Das Panorama reicht bis zum Pazifik - beruhigend für die Besucher, dass der Vulkan zuletzt 1886 ausbrach.

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Last edited: tea 03.12.2004 16:07