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Die Stadt der Wolkenkratzer

New Yorks Skyline bleibt unübertroffen

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New York

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New York - Hochhäuser gibt es auch anderswo, höhere sogar. Mit keiner Stadt der Welt aber verbinden sich Begriffe wie Skyscraper und Skyline so sehr wie mit New York. Das gilt, nachdem die beiden gigantischen, 420 Meter hohen Zwillingstürme des World Trade Center bei den Anschlägen vom 11. September zerstört wurden, noch immer - und vielleicht sogar mehr denn je.

Dabei soll von "Skyscrapern" erstmals 1890 in Chicago die Rede gewesen sein. Der erste Wolkenkratzer ragte dann aber doch in den Himmel über Manhattan: Das Flatiron Building von 1902 war der Auftakt für einen revolutionären Wandel der Architektur, der erst das Gesicht New Yorks und dann auch das vieler anderer Großstädte rund um den Globus veränderte.

Wer durch Manhattan läuft, dem fällt das Gebäude, das tatsächlich an ein Bügeleisen erinnert, an der Ecke 175 Fifth Avenue und 22nd Street schon von weitem auf. Als es gebaut wurde, sollen die New Yorker in den Wohnungen daneben ernsthaft befürchtet haben, es könnte beim nächsten Sturm einfach umgepustet werden - schließlich ist es am Südende gerade zwei Meter breit.

Wolkenkratzer haben andere Gebäuden verdrängt

Die Wolkenkratzer, die New Yorks einzigartige Skyline prägen, haben manches frühere Gebäude einfach verdrängt. Der Grand Central Station, Manhattans fantastischem alten Bahnhofsgebäude, drohte das auch: Jackie Onassis persönlich hat das verhindert, indem sie gegen den Abriss bis vor dem Obersten Gericht klagte. Nicht verhindern ließ sich dagegen der Bau des MetLife Buildings, obwohl viele New Yorker das sicher begrüßt hätten. Das klotzartige Gebäude aus fertigen Betonteilen steht seit 1963 in der Nähe der Grand Central Station.

Auch andere Häuserriesen sind nicht unumstritten: Der Trump Tower in Midtown Manhattan etwa mit seinen 68 Stockwerken gilt so manchem New Yorker als Ausgeburt von Prunk und Protz. Türbögen und Rolltreppen im Atrium leuchten golden, ähnlich edel geben sich die Lifte, und auch an Spiegelglas ist nicht gespart worden.

3,5 Mil. Besucher pro Jahr stehen auf dem Dach des Empire State Buildings

Eine ganz andere Kategorie ist das 1929 errichtete Chrysler Building, das zu Manhattans schönsten und eigenwilligsten Gebäuden gehört. Markant ist es schon durch seine extravagante Stahlspitze, die bei Sonnenschein dem Gebäude einen Strahlenkranz verschafft. Es ist aber auch Beweis für den New-York-typischen Wunsch, Rekorde zu brechen - das Gebäude im Art-Deco-Stil war mit 319 Metern damals das höchste Gebäude der Welt.

Die Krönung aber ist das Empire State Building: 3,5 Millionen Besucher pro Jahr zählt das New York City Conventions & Visitors Bureau im Schnitt. Als der schlanke Gigant 1931 fertig wurde, war er mit 381 Metern das höchste Gebäude der Welt - und blieb es auch, bis ihm das World Trade Center 1973 diesen Rang ablief. Nach der Zerstörung der "Twin Towers" ist das Empire State Building nun wieder das höchste in New York.

1860 Treppenstufen zum Ausblick

INFO-KASTEN:New York

New York City Convention & Visitors Bureau, c/o Mangum, Herzogspitalstraße 5, 80331 München (Tel.: 089/23 66 21 34)
Internet: http://www.nycvisit.com
Empire State Building, Fifth Avenue at 34th Street, NY 10118
Internet: http://www.esbnyc.com

Das Empire State Building war von Anfang an rekordverdächtig: 60 000 Tonnen Stahl wurden verbaut, mehr als 10 Millionen Steine und 6500 Fenster. Es gibt im Gebäude 1860 Treppenstufen - aber zum Glück auch 73 Fahrstühle.

Wer das "Empire State" heute besuchen will, braucht vor allem eines: Geduld. Schon vor der Sicherheitsschleuse im Erdgeschoss reihen sich lange Schlangen. Mit dem Fahrstuhl, der dafür kaum eine Minute braucht, geht es nach langem Warten in den 80. Stock, dann heißt es umsteigen und wieder Schlange stehen, bevor der nächste Aufzug in den 86. Stock in 320 Metern Höhe fährt.

Wenn New York einem Lichtermeer gleicht

Der Blick von dort oben ist das Warten wert: Ganz New York liegt einem zu Füßen - und all die Wolkenkratzer, die sich sonst nur mit in den Nacken gelegtem Kopf betrachten lassen. Die Yellow-Cab-Taxis unten in den Häuserschluchten sehen aus wie Matchbox-Autos, am Horizont sind der East River und der Hudson zu sehen. Und wer spät abends noch einmal hier hoch kommt, wenn New York einem Lichtermeer gleicht, wird durch die Ruhe doppelt belohnt.

Andreas Heimann, dpa

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