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Die alte Küstenstraße in Norwegen

Stilles Glück im hohen Norden

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Kontrastprogramm - von der Beschaulichkeit der Reichsstraße 17 ist etwas weiter nördlich in der dramatischen Bergwelt der Lofoten nur noch wenig zu spüren.

Rörvik - Unbekanntes Norwegen: Abseits der Touristenwege liegt es draußen an der langen Küste zwischen Trondheim und den Lofoten, ein schmaler Saum zwischen offenem Meer und den schroffen Höhen des Hinterlandes. Hier fassten schon die alten Wikinger Fuß auf ihren Fahrten gen Norden. Hier fochten ihre Nachfahren über Jahrhunderte als Bauern und Fischer den Kampf um ein karges Dasein. Wer der alten Küstenstraße folgt, spürt, dass die Uhren dort draußen noch immer anders gehen.

Nördlich der alten Königsstadt Trondheim zweigt kurz hinter Steinkjer der Riksvei 17 von der Europastraße 6 in Richtung Nordmeer ab. Fast 700 Kilometer weit zieht sich die alte Reichsstraße an den Gestaden von Nord-Tröndelag und Helgeland entlang gen Norden - 700 Kilometer schmaler Asphalt, immer wieder unterbrochen von Meeresarmen.

Hektik ist hier fehl am Platz

Ein halbes Dutzend Fähren verbinden die Teilstücke miteinander. Wer ein paar der zahlreichen vorgelagerten Inseln besucht, kommt leicht auf doppelt so viele Überfahrten. Manche dauern nur 15, 20 Minuten, andere eine Stunde. Die Fähren bestimmen den Rhythmus der Reise, und weil mitunter gewartet werden muss, wird bald klar:

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Hektik ist hier unbekannt - nur wenige kleine Orte sind an der norwegischen Küste nördlich von Trondheim zu finden.

Man sollte sich von dieser Stimmung einnehmen lassen, von dieser Ruhe, einer natürlichen Gelassenheit. Die Landschaft tut ihr Übriges. Da ist zunächst die Fahrt durch dichte Wälder, in denen immer wieder die Wasser einsamer Seen aufblinken, ehe bei Namsos die Küste erreicht wird. Namsos zählt knapp über 8000, Brönnöysund halb so viele, Sandnessjöen 5500 Einwohner - das sind auch schon die größten Ansammlungen städtischen Lebens längs des Riksvei 17. Ansonsten säumen allenfalls verträumte Ortschaften den Weg. Meist aber leben die Küstenbewohner weit verstreut auf ihren Höfen und verdienen ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft und Fischfang, wie Generationen vor ihnen.

Versteckte, stille Buchten und nackte Felsenkuppen

Von Namsos aus führt ein Abstecher auf die Insel Jöa. Fast schon versteckt im Foldasund liegt die Heimat Olav Duuns, der als einer der bedeutendsten Epiker Norwegens gilt. Der Zeitgenosse des ungleich bekannteren Nobelpreisträgers Knut Hamsun hat hier den Stoff zu seinen "Juwikingern" gefunden, und wer die Bücher kennt, der erkennt auf Jöa auch die Landschaften wieder: versteckte, stille Buchten, niedriges Birkengestrüpp, nackte, von der letzten Eiszeit glattpolierte Felsenkuppen, in den feuchten Mulden fruchtbare Wiesen und Äcker.

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