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Auf der längsten Mountainbike-Strecke der Welt

"Alpentour Steiermark"

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Großartige Gebirgslandschaften - in der Steiermark lassen sich mit dem Mountainbike zahlreiche abgelegene Orte entdecken.

Graz - Höher, schneller und gerne adrenalin-intensiv - die Gilde der Mountain-Biker ist von diesem Trend beim Freizeit-Sport keineswegs ausgenommen. Für die "Alpentour Steiermark" trifft er eindeutig zu.

Von diesem Frühjahr an gibt es ein durchorganisiertes Wegenetz mit speziellen Beherbergungsmöglichkeiten und Service-Leistungen am Rande der insgesamt 16 Etappen. Bemerkenswert an der Tour sind nicht nur die 1100 Streckenkilometer und rund 31 000 zu überwindende Höhenmeter: Auch die Service-Leistungen am Weg sind erstklassig - und per Internet und CD-Rom sind sogar virtuelle Vorab-Fahrten möglich.

Sonntagsradler werden mit dem in fünf Schwierigkeitsgrade unterteilten Rundkurs von Ramsau über Graz wieder nach Ramsau wenig Freude haben. "Etwas Sitzfleisch und Schmalz in den Wadln ist schon empfehlenswert", sagt Manfred Pögl von der Steirischen Landesregierung und "Vater" der Alpentour Steiermark. Doch "durchtrainierte Kilometerfresser" sind nicht die vorrangige Zielgruppe: "Wir reden vom sportlichen Hobby-Radler, der seine Route nach Lust und Laune kurzfristig zusammenstellt", so Pögl.

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Auf und nieder immer wieder - das Profil der Alpentour Steiermark ist nichts für ungeübte Radfahrer.

Auch Schieber sind nicht unsportlich

Entlang des Weges garantieren 45 Wirte und Servicebetriebe den Berg-Radlern eine bevorzugte Behandlung. Gleichgültig, wie lange und in welche Richtung sie fahren wollen: Der Gepäcktransport wird organisiert und das Quartier für den nächsten Abend reserviert. Um die Pflege des Wegenetzes kümmern sich 80 Orte im eigens gegründeten Verein. Maßgeblicher Unterschied zu vergleichbaren Strecken ist der rasante Wechsel von Schwierigkeitsgraden, Landschaften und Beschaffenheit der Wege. Steile Anstiege und Abfahrten garantieren Weitblick zwischendurch. Wer das Fahrrad ab und an ein wenig schieben oder tragen muss, gilt hier keineswegs als unsportlich.

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Zwischendurch ein Schluck aus der Wasserflasche - Mountainbiker kommen in der Steiermark ganz schön ins Schwitzen.

Die jahrelange Skepsis der Jäger, privater Grundbesitzer sowie der Gemeinden konnte durch finanzielle Zuwendungen zu guter Letzt zerstreut werden. Vorurteile wie "Rasen abseits der Wege" oder "Störung des Wildes" sowie scheinbar unlösbare Haftungsfragen bei Unfällen waren schon zuvor ad acta gelegt worden. Alle offiziell ausgewiesenen Strecken, also in Broschüren eingezeichnete und mit Hinweisschildern der regionalen Behörden versehene Radwege, sind jetzt mit einer Haftpflichtversicherung ausgestattet.

Praxis-Tipps gibt`s beim "Mountainbike-Lehrwart"

Zur Bündelung der Gäste-Ströme ausschließlich auf offiziell freigegebenen Routen tragen auch die "Mountainbike-Lehrwarte" (MTB-Lehrwarte) bei. Bei einer speziellen Ausbildung durch die österreichische Bundesanstalt für Leibeserziehung werden wirksame Maßnahmen geschult, die dem unfreiwilligen Salto während der Fahrt entgegenwirken sollen. Die MTB-Lehrwarte haben sogar ein Diplom. "Jeder Österreicher hat Anspruch auf einen Titel - so ist eben unsere Tradition", meint Lehrwart Jürgen Peil augenzwinkernd.

Seine Tipps sind vor allem praxisorientiert. Den breiten Kies-Weg unterhalb der Stubenberghütte etwa nutzt Peil für Geschicklichkeits-Übungen wie etwa enge Achter zu fahren ohne abzusteigen. Talentierte Gruppen dürfen auch den "Wheely" probieren: das Vorderrad vom Boden heben und dabei weiterfahren. Das klappt oft genauso wenig wie der "Bunny-Hop", bei dem das Bike mit beiden Rädern vom Boden abhebt. Aber den meisten Radlern macht es schon Spaß, dem Meister bei diesen Übungen zuzuschauen. Das Verhalten auf extrem weichem Untergrund wird auf einer Kuhweide mit Wasser-Teich trainiert, wo die Räder gut 20 Zentimeter einsinken.

Dachstein-Etappe: 570 Höhenmeter auf sieben Kilometern

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Sportlich im Schlamm - auf aufgeweichten Bergwiesen können Mountainbiker ihre Standfestigkeit beweisen.

Die erste Etappe beginnt unterhalb des 2995 Meter hohen Dachsteins. Wer die Mautstraße von Ramsau zur Türlwandhütte mit 570 Höhenmetern auf nur sieben Kilometer Länge gleich zu Beginn schafft, ist für die zehn Mal so lange Tages-Etappe bis Bad Mitterndorf geeicht und kommt auch dem ewigen Eis sehr nahe. Die Viehberg-Alm hat neben den mit in Butterschmalz gebackenen "Steirische Kaas-Krapfen" noch einen zweiten Vorteil auf dem Weg hinunter ins Salzkammergut - ab hier geht es nur mehr bergab.

Der Abschnitt östlich von Bruck/Kapfenberg von Fischbach nach Birkfeld beginnt mit seinen insgesamt 2290 Höhenmetern auf 77 Kilometer Länge mit zwei steilen Anstiegen auf einer Asphalt-Straße. Ansonsten dominiert Hügelland mit schöner Fernsicht. Nadeliger Waldboden der weichen Sorte entspannt zwischendurch empfindliche Körperpartien. Bergauf mit vier Stundenkilometern, hinunter mit dem Zehnfachen - da lohnt sich ein Blick auf die Karte zur rechten Zeit, denn mit Abzweigungen mit einem Winkel von 90 Grad und mehr darf hier in Peter Roseggers Waldheimat gerechnet werden.

Konditions-Schwächen mit Pfifferling-Suche tarnen weiterblättern
 

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