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Genießer-Herbst in Niederösterreich:

Wein, Wild und das Waldviertel

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NIEDERÖSTERREICH

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  • Melk - Niederösterreich feiert auch in diesem Jahr wieder seinen "Weinherbst". Mehr als 500 Veranstaltungen in gut 50 Gemeinden auf dem Lande sollen Gäste in das größte österreichische Bundesland locken. Bis in den November hinein werden Ausflüge, Genießerwochen mit Pauschalangeboten, Radwanderungen und Weinfeste angeboten.

    Die österreichische Wirtshauskultur enttäuscht dabei nicht: Nur saisonal verfügbare regionale Zutaten wie Pilze, Wild und Herbstgemüse werden von den Köchen verwendet. Und wenn es irgendwo heißt "Aufgäsperrt is", dann sind die Kellergassen im Weinviertel gemeint - Weinkeller, die dicht an dicht in den Rebgärten liegen und im Herbst zur Verkostung laden. In Feuersbrunn verführt neben der Kellergasse allerdings auch Toni Mörwald, der mit 22 Jahren jüngste Haubenkoch Österreichs, in der "Traube" mit Speis und Trank.

    Die niederösterreichische Weinstraße umfasst acht Weinbaugebiete und zieht sich 830 Kilometer lang von Spitz an der Donau im Westen über Retz im Norden und Poys im Osten weiter über Hainburg an der Grenze zu Ungarn bis Baden bei Wien im Süden. Weltberühmt sind die Rieslinge aus der Wachau. Vom Stift Melk über Schloss Schönbühel und die Ruinen Aggstein und Dürnstein erstreckt sich die Wachau bis zum Stift Göttweig und erschließt sich dem Besucher am schönsten bei einer Schiffsfahrt von Melk nach Krems. Auch für Radfahrer ist die Strecke geeignet. Eine Heurigen-Rast sollte nicht vergessen werden.

    Wein, Mais und Kürbis stehen im Mittelpunkt

    INFO-KASTEN:Niederösterreich

    Niederösterreich-Werbung, Postfach 100 00, A-1010 Wien, Tel. von Deutschland: 0043/1/536 10 62 00
    Internet: http://www.niederoesterreich.at

    Für das Kremstal, das Kamptal und das Traisental ist eher der Grüne Veltliner charakteristisch. Kraftvolle Rotweine wie Blauer Portugieser, Zweigelt, St. Laurent und Blaufränkisch wiederum gedeihen im Weinviertel, in der Thermenregion um Bad Vöslau und im pannonischen Klima von Carnuntum mit mild-feuchten Wintern und einem trockenen, heißen Sommer. Wer Rotgipfler und Zierfandler zu schätzen weiß, pilgert nach Gumpoldskirchen.

    Neben dem Wein stehen auch Mais und Kürbis im Mittelpunkt des Herbstes in Niederösterreich. Beim Kürbisfest, das Obermarkersdorf, Zellerndorf und Pulkau im Retzer Land vom 26. bis 28. Oktober zelebrieren, schwimmen Tausende beleuchtete Kürbisse auf der Pulkau. Eine Kürbispyramide soll hier ins Guinness-Buch der Rekorde eingehen. Gebraten, gekocht, gratiniert und gebacken werden Süppchen, Kuchen und Strudel aus Kürbis angeboten, auch Pralinen mit einer Füllung aus Kürbisnougat sind zu haben. Die örtliche Tourist-Information hat ein Paket geschnürt, das den Besuch der Windmühle, eines Weinkellers und ein Kürbismenü im Retzer Weinschlössl samt drei Übernachtungen und Frühstück zu Preisen ab umgerechnet 185 Mark einschließt (Informationen unter Tel. von Deutschland: 0043/2942/200 10).

    Urlaub im Kloster

    Eine besondere Anziehungskraft geht aus vom Waldviertel mit den fjordartigen Kampstauseen nördlich von Krems, dem wildromantischen Gföhlerwald, mittelalterlichen Stadtkernen, Schlössern und Burgen. Die Landesausstellung "Sein und Sinn, Burg und Mensch", die noch bis zum 4. November zu sehen ist, findet an zwei Orten statt: Thema in Schloss Ottenstein sind die Grundbedürfnisse des Menschen wie Essen, Trinken, Sexualität. Die Schau in Schloss Waldreichs dagegen befasst sich mit der Burg im Wandel und der Mystik des Waldviertels: Magische "Wackelsteine" - Riesenfindlinge - geben der Region eine mystische Dimension. Mit Wünschelruten können Gäste Wasseradern aufspüren. Die Stauseen und der Fluss Thaya sind als Wassersportreviere beliebt. Bis zum 11. November laden die Wirte in Zwettl zu Fischwochen ein.

    Auch der Zusammenschluss von 18 Klöstern und der Basilika Mariazell unter dem Namen Klösterreich macht Urlaubsangebote - viele der alten Abteien sind in Niederösterreich zu finden. Mit "Urlaub im Kloster" möchte Prälat Professor Joachim Angerer vom Prämonstratenser-Chorherrenstift Geras die "kritische Masse" ansprechen. Neben Fastenwochen werden den Gästen dabei Kunstkurse wie Bauern-, Hinterglas-, Ikonen-, Seiden- und Porzellanmalerei sowie Schnitzen, Tischlern und Intarsienarbeiten geboten. Als Mitbringsel können unter anderem Geraser Mohnkugeln und Mohnöl gekauft werden. Denn auch Mohn ist ein Produkt aus dem Waldviertel.

    Elke Backert, gms - Fotos: "Niederösterreich- Werbung/K. M.Westermann/gms"

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