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Familienferien in Florida:

Orlando lockt weiter mit den Freizeitparks

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Ferienspass in Orlando

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  • Die verheerenden Terroranschläge vom 11. September haben für den Tourismus in den USA vieles verändert. Auch die großen Freizeitparks in Florida wurden zunächst geschlossen. Doch inzwischen läuft der Betrieb wieder - Orlando ist und bleibt die US-Hauptstadt der modernen Freizeitgestaltung.

    Die Sicherheitsmaßnahmen in den Parks wurden zwar verstärkt, weitere Behinderungen sind für Touristen aber nicht zu erwarten, heißt es beim Orlando Tourismusbüro in Mainz. Die Dichte an Vergnügungsparks, Sportveranstaltungen, Museen und spektakulären Schauen ist kaum irgendwo größer als in Orlando. Und obwohl die Stadt mitten in Florida - also nicht direkt am Meer - liegt, ist auch für Wassersportler gesorgt: Etwa 300 Seen und Sümpfe bieten Reviere für Segler, Kanuten und Wasserskifans.

    Ohne Auto kaum zu bewältigen

    Bis vor 30 Jahren hatten die Bewohner Orlandos ihr Geld vor allem mit Viehzucht, Baumwolle und Zitrusfrüchten verdient. Das moderne Orlando erlebte seine Geburtsstunde 1971, als das Walt Disney World Magic Kingdom eröffnete. Heute stehen in der Stadt mehr als 102 000 Hotelzimmer und rund 3800 Restaurants zur Verfügung - und es werden immer mehr. Jährlich kamen bislang etwa 42 Millionen Touristen.

    Wer zum ersten Mal Orlando besucht, fühlt sich im ersten Moment vielleicht ein wenig verloren: Die Stadt ist sehr amerikanisch angelegt und am ehesten per Auto zu bewältigen. Südlich des Zentrums sind lediglich einige Hotelanlagen, Parkhäuser und Freizeitparks durch einen Skywalk verbunden. Immerhin können Besucher in Downtown auf ihr Auto verzichten: Das Zentrum besteht aus wenigen Blocks, und seine Attraktionen können bequem zu Fuß erreicht werden.

    Can-Can auf der Theke

    Das Nachtleben im Zentrum konzentriert sich dabei auf die Church Street: In historischen Gebäuden sind zahlreiche Kneipen, Restaurants und Tanzlokale untergebracht - die gebotene Unterhaltung orientiert sich allerdings stark an den Erwartungen der Touristenmassen. Dennoch ist die Stimmung bei Dixieland Jazz und Rock'n'Roll gut. Im "Rosie O'Gradys" bieten die Barmädchen sogar Can-Can auf der Theke.

    In den Freizeitparks brauchen Besucher viel Zeit und - sofern sie eine der vielen Looping-Bahnen besteigen möchten - vor allem einen starken Magen. Alle Parks in einem Urlaub wird wohl kaum jemand erkunden können. Es muss deshalb eine Auswahl getroffen werden: Sea World und Discovery Cove zum Beispiel zeigen maritimes Tierleben mit Delfinen und Schwertwalen als Hauptattraktion. Universals Islands of Adventure sowie Walt Disney World bieten vor allem Karussells und Fahrgeschäfte in allen Größen- und Geschwindigkeitsklassen.

    INFO-KASTEN:Orlando

    Informationen: Orlando Tourism Bureau (Kostenlose Hotline unter: 0800/100 73 25,
    Internet: www.orlandoinfo.com/de

    Höhepunkt in Gatorland ist die Raubtierfütterung

    Gatorland dagegen wird - wie der Name schon sagt - von Alligatoren beherrscht: Hier tummeln sich ellenlange Baby-Reptilien ebenso wie ihre Eltern, die schon mal die Länge eines Kanus erreichen. Auch im Gatorland wird den Besuchern natürlich eine Show geboten - ein Höhepunkt ist die Raubtierfütterung: Von einer Plattform am Rande eines Sees aus kann man zuschauen, wie Wärter Schubkarrenladungen an Fisch und Fleisch an die Echsen verteilen, die sich schon nach dem ersten ins Wasser geworfene Stück zu Dutzenden einfinden.

    Einen Einblick in die Geschichte der Raumfahrt gewährt das Kennedy Space Center am Cape Canaveral. Das Areal der US-Weltraumbehörde NASA liegt rund eine Autostunde von Orlando entfernt an der Atlantikküste Floridas. Im Besucherzentrum stimmt eine Filmvorführung auf die zu bestaunenden Attraktionen ein - bei den gezeigten Raketenstarts vibriert sogar ein wenig der Boden. Mehrmals am Tag stehen ehemalige Astronauten dem Publikum Rede und Antwort.

    Ausstellung rund um das Mondlandeprogramm

    Mit dem Bus geht es dann weiter zum Apollo/Saturn-V-Center: Im nachgebauten Kontrollzentrum erleben die Besucher den nachgestellten Start der Apollo-8-Rakete. Das Center bietet zudem eine Ausstellung rund um das Mondlandeprogramm, in deren Mittelpunkt eine echte, fast 111 Meter lange Saturn-V-Rakete steht. Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch einen Abstecher zu den ISS-Montagehallen machen: Von einer Galerie hinter dicken Glasscheiben können die Besucher bei der Montage der Internationalen Raumstation zusehen.

    Freunde von US-Sportarten kommen in Orlando ebenfalls auf ihre Kosten: In der Stadt spielt zum Beispiel das Profibasketballteam Orlando Magic. Während der regulären Saison lohnt es sich auch, einen Versuch an der Abendkasse zu starten. Das ist zwar wegen des eher ungünstigen Dollar-Kurses kein preiswertes Vergnügen. Sollten die Magics jedoch einmal die Playoffs erreichen, dürfte es deutlich schwerer sein, kurzfristig Tickets zu bekommen.

    Vor der Ankunft des Weißen Mannes: Kanufahrt auf dem Wekiva River

    Wer sich selbst körperlich betätigen möchte, hat in Orlando und Umgebung reichlich Gelegenheit dazu: Die Stadt besitzt rund 125 Golfplätze. Für die ganze Familie besser geeignet sind jedoch Kanu- oder Kajakfahrten.

    Leihen lassen sich die Gefährte zum Beispiel am Wekiva River, rund eine halbe Autostunde nördlich von Orlando. Auf dem Wekiva ist die Zivilisation schnell zurückgelassen: Die vielen Schildkröten und exotischen Vögel lassen erahnen, wie Florida vor der Ankunft des Weißen Mannes einmal ausgesehen haben muss. Und wenn das Kanu besonders ruhig dahingleitet, lässt sich vielleicht auch ein Alligator entdecken. Angst muss man vor dieser Begegnung jedoch nicht haben, die Reptilien greifen in freier Wildbahn gemeinhin keine Menschen an.

    Sven Appel, gms

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