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Die Outer Banks:

Ein göttlicher Platz am "Friedhof des Atlantiks"

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Outer Banks

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Duck - Die Outer Banks sind schön - und rau. Wegen ihrer heimtückischen Gewässer wird die lang gezogene Halbinsel an der Küste des US-Bundesstaates North Carolina "Friedhof des Atlantiks" genannt.

Die Wellen gelten hier als besonders gefräßig und die Hurrikane als so stark, dass kein Haus für die Ewigkeit gebaut wird. Dafür rauben die Sonnenuntergänge dem Betrachter fast den Atem. Außerdem sind die Outer Banks ein geschichtsträchtiger Ort: Piraten waren hier aktiv, die Brüder Wright starteten an dieser Küste die moderne Luftfahrt.

Die Halbinsel ist nur 400 bis 1600 Meter breit. Praktisch von jedem Balkon im zweiten Stock aus ist ostwärts über die Dünen der Atlantik zu sehen, und über das Vogelschutzgebiet nach Westen das Binnenmeer Pamlico Sound. Bei Seeleuten ist dieser Teil der Küste berüchtigt: Mehr als 1000 Schiffe sind vor den Outer Banks in den vergangenen 450 Jahren gesunken. Ursache ist eine heimtückische Strömung: Wo die Halbinsel einen "Knick" nach Westen macht, fließen der warme Golfstrom und der kalte Labradorstrom zusammen.

Wo Pirat Blackbeard sein Unwesen trieb

Auch Blackbeard, der Legende nach einer der berüchtigtsten Piraten, trieb in dieser Gegend sein Unwesen, nachdem er in der Karibik spanische Seefahrer das Fürchten gelehrt hatte. Vor der Insel Ocracoke am südlichen Zipfel der Outer Banks trieb ihn der englische Kapitän Robert Maynard 1718 in die Enge und enthauptete ihn. Heute geht es auf Ocracoke eher beschaulich zu. Eine kostenlose Fähre erreicht das unberührte Natur- und Anglerparadies in 40 Minuten.

Im Norden der Halbinsel sind Wildpferde zu Hause, wahrscheinlich Nachkommen spanischer Mustangs, die von einem sinkenden Schiff an Land geschwommen sind. So weit die Straße reicht - nördlich von dem Örtchen Duck bis nach Corolla - geht es dagegen mondän vor: Große Ferienhäuser mit oft zehn Schlafzimmern stehen fast Wand an Wand.

"Der göttlichste Platz unter dem Himmel"

Lange vor Pirat Blackbeard waren ganz in der Nähe englische Siedler an Land gegangen. "Der göttlichste Platz unter dem Himmel", schwärmten die Eroberer Philip Amadas und Arthur Barlowe nach ihrer Erkundungstour 1584. Drei Jahre später starteten auf der Insel Roanoke zwischen den Outer Banks und dem Festland 117 Siedler ihr neues Leben. Als zwei Jahre später nach ihnen gesucht wurde, waren sie alle spurlos verschwunden. Ihr Schicksal ist unbekannt.

INFO-KASTEN: Outer Banks

Fremdenverkehrsamt North Carolina, c/o The Mangum Group, Herzogspitalstraße 5, 80331 München (Tel.: 089/23 66 21 64, Fax: 089/260 40 09) und im Internet unter http://www.outerbanks.org.

In Cape Hatteras machen die Outer Banks ihren "Knick" nach Westen. Hier steht der mit rund 63 Metern höchste und bekannteste Leuchtturm der USA. Mit seinem spiralförmigen Schwarz-Weiß-Muster ist er über die Dünenlandschaft hinweg von weitem zu sehen. Fast wäre der 1870 erbaute Turm dem Meer zum Opfer gefallen: Die Brandung hatte sich bis auf knapp 30 Meter an das Fundament herangefressen. 1999 wurde der ganze Turm rund 900 Meter nach Südwesten versetzt.

Brüder Wright hoben ab und schwebten geradewegs in die Geschichte

Den Brüdern Wilbur und Orville Wright ist es zu verdanken, dass der Ort Kitty Hawk in die Geschichte einging. Am 17. Dezember 1903 hoben die Wrights hier ab und schwebten mit ihrem selbst gebauten Motorflieger geradewegs in die Geschichtsbücher. Ein 18 Meter hohes Steindenkmal erinnert auf dem Abflugberg Kill Devil Hills an jenen Tag. 2003 sollen hier 100 Jahre Luftfahrt gefeiert werden. Vier Ingenieur- und Amateurgruppen basteln schon eifrig um die Wette, um das Fluggefährt möglichst originalgetreu nachzubauen und vorzuführen.

Im Vergleich zu den ersten Flugmaschinen wirken die Ferienhäuser stabil. Die meist dunklen Holzkonstruktionen stehen auf Stelzen, damit sie gelegentliche Überflutungen unbeschadet überstehen. Neben den Ferienhäusern gibt es auch Hotels und Pensionen. Die meisten der jährlich sechs Millionen Besucher verschlägt es im Sommer auf die Outer Banks - die bessere Reisezeit sind daher Frühjahr und Herbst.

Christiane Oelrich, dpa

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