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Das "Paris der Pariser" zeigen

Eiffelturm und Louvre sind "out"

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Eine Reisebus mit Touristen fährt am berühmten "Moulin Rouge" am Boulevard Rochechouart in Paris vorbei.

Paris - Eiffelturm und Louvre sind "out". Paris will die Aber-Millionen ausländischer Besucher jetzt aus den "touristischen Gettos" herausführen - und ihnen das "Paris der Pariser" zeigen.

Wer die Stadt an der Seine schon kennt, der geht sowieso lieber auf den noch nicht so ausgetretenen Pfaden im Großstadtdschungel zwischen der Bastille-Oper und dem Montmartre oder auch im Villette-Quartier und im quirlig-multikulturellen Belleville-Viertel im Osten. "Und diesen Touristen, die die schönste Stadt der Welt schon besucht haben, soll mehr geboten werden", erklärt Christian Mantei, Generaldirektor der Pariser Tourismus-Zentrale. Also erläutern nun Hochglanz-Magazine in Japan, den USA sowie in Latein-Amerika, was gerade "in" ist in Paris.

Über sechs Millionen besuchen jährlich den Eiffelturm

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Eiffelturm: Das Wahrzeichen der französischen Metropole hat "touristisch" ausgedient

Den Eiffelturm wird das nicht erschüttern. Mit 6,4 Millionen Besuchern blieb das Pariser Wahrzeichen im vergangenen Jahr das am meisten frequentierte Bauwerk der Welt. Das Louvre-Museum und auch das Centre Pompidou in seinem neuen Glanz stehen dem Riesen an der Seine dabei kaum nach. Was der gängige Bus-Tourist bei seinem ersten Paris-Besuch so abklappert, liegt allerdings weitgehend eng im Herzen der Stadt vereint. In der Sommer-Zeit, wenn der Pariser aus der Stadt flieht, kommt es deshalb dort regelmäßig zu "Touristen- Staus". Im Jahr 2000 zählte Paris 26 Millionen Besucher - 16 Millionen in seinen Hotels. "Wir müssen sehen, dass die Paris-Fans mehr im Winter kommen und eher in die am Stadtrand gelegenen Viertel gehen", sagt Mantei.

Ziel: Ein Stückchen Pariser Ursprünglichkeit zu schaffen

Mit dieser neuen Strategie schlägt Paris gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. In der Tat kommen immer mehr Ausländer, die sich nicht mit dem um den Hals baumelnden Fotoapparat in die Aufzüge des Eiffelturms quetschen wollen. Sie suchen mehr die kleinen Straßen und Plätze, wo noch ein Stückchen Pariser Ursprünglichkeit zu finden ist. Oder sie fahnden nach dem "Paris branché", also den Treffpunkten der trendbewussten Einheimischen. Zu diesen zählt zweifellos das Café des Deux Moulins in der Rue Lepic auf dem Montmartre - das Etablissement, das zentraler Schauplatz in dem verzaubernden Film "Das fantastische Schicksal der Amélie Poulain" war. Oder man geht in die einladenden Boutiquen der Rue des Abbesses. Auch die Nationalbibliothek ist "in".

 Link  

www.paris-touristoffice.com

Rustikale Käseläden, urige Wein-Bistros, trendige Musik-Discos - danach dürsten vor allem japanische Paris-Besucher, ganz ihrem Image zum Trotz, sie träten nur in Massen aus dem Bus, um rasch ein Foto zu schießen. Aber auch den Paris "in Treue verbundenen" Amerikanern und Briten, Italienern und Deutschen soll nun geholfen werden. Zum einen mit einem Internet-Dienst, der erklärt, welche Trends es gerade gibt: Hunderte besuchen täglich die Webseite der Tourismus- Zentrale, um zu erfahren, wo die Pariser den Apéritif nehmen, den Mode-Bummel machen oder einfach nur flanieren. Nicht mehr so stark gefragt sind demnach die Montmartre-Kirche Sacré-Coeur oder der Künstler-Platz du Tertre.

Um die "Dezentralisierung" des Besucherstroms zu leiten und zu unterstreichen, will die Tourismus-Zentrale außerdem auch Filialen in den attraktiven Arrondissements außerhalb des Zentrums aufmachen.

Hanns-Jochen Kaffsack, dpa

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