[an error occurred while processing this directive]

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Die Philippinen:

Urlaub im Land des Lächelns

Anklicken zum Vergrößern

PHILIPPINEN

  • Foto-Show
  • Infos/Tipps
  • Trotz ihrer Küstenlänge von mehr als 17.000 Kilometern und eines ganzjährig milden Klimas sind die Philippinen noch immer ein weitgehend unentdecktes Urlaubsziel. Dabei hat die Inselgruppe einiges zu bieten: neben weiten Strände, hohen Bergen, Regenwäldern und Reis-Terrassen vor allem gastfreundliche Menschen.

    "Mabuhay" sagen die Philippiner zu Freunden "Guten Tag" heißt das und "Willkommen" und "Schön, dass du da bist". Zur Begrüßung auf dem Flughafen von Manila bekommen Urlauber einen Kranz aus weißen Sampaguita-Blüten um den Hals gelegt. Überall auf den Philippinen werden Besucher herzlich begrüßt, und von Anfang an hat man das Gefühl, wirklich ein Gast zu sein. Die "Perlen des Orients", wie der Schriftsteller José Rizal (1861 bis 1896) sein Land bezeichnete, sind eine schillernde Mixtur kunterbunter Inseln, geprägt durch eine wechselvolle Geschichte. Rund 400 Jahre spanischer Kolonialherrschaft sowie 50 Jahre US-amerikanischen Einflusses sind nicht zu übersehen.

    Ein anschauliches Bild der Kolonialzeit

    Die Hauptstadt Manila erweist sich aber als gewöhnungsbedürftig: tropische Schwüle und endlose Blechlawinen, die nur im Schneckentempo vorankommen - das sind die ersten Eindrücke. Etwa 12 Millionen Menschen, knapp ein Siebtel aller Philippiner, leben hier. Aber es gibt auch idyllische Viertel wie die Altstadt Intramuros. Die "Stadt in den Mauern" wurde von US-amerikanischen Bombengeschwadern 1945 in Schutt und Asche gelegt, um die japanischen Besatzer zu vertreiben. In den vergangenen Jahren wurde zur Wiederbelebung des alten Zentrums viel investiert. Heute vermittelt Intramuros mit seinen feudalen Herrschaftshäusern, vielen Museen und der nach einem Erdbeben erneut aufgebauten Kathedrale ein anschauliches Bild der Kolonialzeit.

    Auch Manilas etwas heruntergekommene Strandpromenade soll bald wieder zum Bummeln einladen. Die Stadtplaner sind dabei, mit dem Luneta Boardwalk die Stadt um eine Attraktion zu bereichern. 35 Meter vom Strand entfernt soll eine Plattform entstehen, welche die Elemente der Bucht widerspiegelt: Die Dächer sind den Wellen des Meeres nachempfunden, und die Beleuchtung unter dem Wasser soll die Illusion schaffen, dass die Konstruktion in der Bucht von Manila schwimmt.

    Luxus in der Totenstadt

    Nicht fehlen darf ein Besuch in Chinatown auf der anderen Seite des Pasig-Flusses. Interessant ist vor allem der mehr als 50 Hektar große Friedhof, auf dem superreiche Chinesen pompöse Grabmale bauen ließen - manche so groß wie ein Einfamilienhaus und ausgestattet mit Toilette und Klimaanlage. In der Totenstadt gibt es mehr Luxus als sich die meisten Menschen in Manila zu Lebzeiten leisten können.

    Zwei bis drei Tage sollten Besucher einplanen für das hektische Manila - dann sind sie reif für die Insel. Insgesamt 7107 Eilande sollen es sein, die den Staat der Philippinen bilden. Da fällt die Wahl nicht leicht. Der äußerste Süden um Jolo sollte jedoch weiterhin gemieden werden. Dort waren im vergangenen Jahr aus Malaysia entführte Urlauber, darunter die Familie Wallert aus Göttingen, monatelang festgehalten worden. Auch das Auswärtige Amt in Berlin rät von Reisen in den südwestlichen Teil der Insel Mindanao, ins Sulu-Archipel und in den südlichen Teil der Insel Palawan ab. Vor Reisen auf eigene Faust in abgelegene Teile im Norden der Insel Luzon sollten bei Ortskundigen Informationen eingeholt werden, rät das Ministerium.

    Cebu - Stätte von historischer Bedeutung

    INFO-KASTEN: PHILIPPINEN

    Philippine Department of Tourism, Kaiserhofstraße 7, 60313 Frankfurt/Main, Tel.: 069/208 93, Fax: 069/28 51 27
    Internet: www.philippinen.de

    Nur eine Flugstunde von Manila entfernt liegt Cebu. Smaragdgrünes Wasser, von Palmen gesäumte weiße Strände und Resorts mit vielen Wassersportmöglichkeiten zeichnen die Insel als beliebtes Ziel aus. Ein Erlebnis besonderer Art ist ein landestypisches Essen in einem der lokalen Restaurants: Bei einem Bummel über den Markt suchen die Gäste zunächst selbst Garnelen und Fische aus. Dazu kommen Gemüse und exotische Pilze sowie saftige Mangos als Nachtisch. Der Einkauf wird dem Koch übergeben, der daraus ein schmackhaftes Menü zaubert.

    Weil auf Cebu 1521 der Portugiese Ferdinand Magellan landete, um im Auftrag der spanischen Krone neues Land zu gewinnen und für das Christentum zu missionieren, hat die Insel auch eine historische Bedeutung. Täglich wartet eine endlos erscheinende Schlange von Gläubigen im Kreuzgang der Basilka Santo Nino in Cebu-City darauf, den Schrein mit der ältesten Reliquie des Landes zu verehren: Es ist eine puppengroße Statue des Jesuskindes, die Magellan Königin Juana von Cebu nach ihrer Bekehrung zum Christentum überreicht haben soll.

    Das Rätsel der "Schokoladenhügel"

    Nicht weit entfernt liegt die touristisch noch unverdorbene Insel Bohol. Sie bietet stille Strände, Korallengärten, kleine Dörfer und Kirchen aus der Kolonialzeit. Auf der vorgelagerten kleinen Insel Panglao gibt es ausgezeichnete Tauch- und Schnorchelreviere.

    Bohol gibt auch ein Rätsel auf, das die Geologen in Verlegenheit bringt: Im Inneren der Insel verteilen sich auf einem Plateau mehr als 1700 mysteriöse Buckel. Der Ursprung der eigenartigen Hügellandschaft ist bis heute nicht eindeutig geklärt. "Schokoladenhügel" werden die Kuppen genannt, weil sich die mit Gras bewachsenen Kegel im Sommer braun färben. Die Boholanos haben wohl recht, wenn sie ihre beschauliche Insel als "Gottes kleines Paradies" bezeichnen.

    Detlef Berg, gms - Fotos: Philippine Department of Tourism/gms

    IVWPixel Zählpixel

    Zuletzt geändert von tea