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Das urtümliche Hinterland der Algarve

Stille Wege, einsame Weiler

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Einsame Badebuchten am Fuße steiler Klippenlandschaften - wie hier bei Sagres finden sich vor allem im Südwesten der Algarve selbst in der Hochsaison beinahe menschenleere Strände.

Monchique - Zwei Arten Touristen sind es, die traditionell gerne an die Algarve nach Portugal fahren: Badeurlauber und Golfer. Der sonnige Küstenstreifen im äußersten Südwesten Europas hat jedoch noch einiges mehr zu bieten als saubere Sandstrände, einsame Buchten, bizarre Felsformationen und schön gelegene Greens. Bei Abstechern ins gebirgige Hinterland taucht der Reisende ein in eine fremde Welt.

Algarve-Infos

Immer weiter windet sich die schmale Bergstraße von Monchique hinauf zum Foia, dem 902 Meter hohen Gipfel der Serra de Monchique. Kahl ist die Landschaft hier oben und die Luft unter dem strahlend blauen Himmel besonders klar. Weit schweift der Blick über die Algarveküste, die gerade mal eine halbe Autostunde entfernt liegt. "Links im Dunst ist Faro zu erkennen. Und ganz rechts liegt Sagres, die Südwestspitze von Europa", erläutert Reiseleiter Michael den Teilnehmern der Jeep-Safari. "Das sind mehr als 100 Kilometer Sicht."

Grandiose Ausblicke auf den Atlantischen Ozean

Ein paar Kurven weiter ist der Gipfel erreicht. Radiosender und Radarantennen machen das kleine Plateau zwar nicht eben schöner. Aber die grandiosen Ausblicke auf den Atlantischen Ozean entschädigen die vielen Besucher, die per Mietwagen oder mit Bussen hinauf gelangen.

Der Foia-Gipfel ist der höchste Punkt der Serra de Monchique, des 50 Kilometer breiten Gebirges nördlich der Küstenstadt Portimao. Mit dichten Wäldern, abgelegenen Seitentälern, wilden Flussläufen und einer ursprünglichen Fauna und Flora schirmen die Berge die Küste gegen das wellige Hügelland der benachbarten Alentejo-Region ab. An den steilen Hängen wachsen knorrige Korkeichen zwischen wuchernden Eukalyptusbäumen. Bananen, Orangen, Walnüsse und auch Kräuter wie Myrre, Minze, Salbei, Lorbeer, Rosmarin und Thymian sind hier zu finden. Adler kreisen über den Gipfeln, und an den Flussläufen lauern Störche, Fischreiher und Flamingos auf ihre Beute.

Ruhe statt Rummel und Massentourismus
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Noch immer eine der abwechslungsreichsten Küsten Europas - abseits großer Hotelanlagen spielt wie hier bei Praia de Roca die eindrucksvolle Klippenlandschaft die Hauptrolle.

Größer könnten die Kontraste kaum sein, denn unten am Meer sind die weniger schönen Folgen des Massentourismus in den pulsierenden Zentren deutlich zu spüren. Albufeira zum Beispiel hat mit Hotels, Appartmentanlagen, Supermärkten und Discotheken seine Urtümlichkeit als Fischerdorf längst verloren. An der Praia da Roca bei Portimao, in Armacao de Pera und Quarteira trüben triste Hochhausfassaden das ansonsten stimmungsvolle Bild von einer der abwechslungsreichsten Küsten ganz Europas, die mit ihrem subtropischen Klima und 3400 Sonnenstunden im Jahr mehr als zwei Millionen Gäste jährlich anlockt.

Nur 20 Kilometer landeinwärts dagegen beginnt in den Bergen die ursprüngliche Landschaft der Provinz Algarve mit ihren einsamen Weilern, in denen das Leben wie vor Hunderten von Jahren noch seinen ruhigen Gang geht. Wer Ruhe statt Rummel sucht, ist in der Serra de Monchique genau richtig.

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Last edited: bn 03.12.2004 16:07