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La Reunion: Insel für Naturfreaks und Sportfans

Mehr als blütenweiße Strände

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Frankreich endet nicht an den Pyrenäen. Das südlichste Department des Nachbarlandes liegt zwischen Mauritius und Madagaskar im indischen Ozean - Reunion. Für Faulenzer und reine Sonnenanbeter wäre die Mühe des 10 000 Kilometer weiten Fluges aber ein wenig verschenkt. Kilometerlange Strände aus feinem Korallensand oder schwarzer Lava sind buchstäblich ein Randaspekt verglichen mit den Naturwundern im Landesinneren. Aber auch für "Sportoholics" hält Reunion Überraschungen bereit.

Reunion - Infokasten


Während einer Fahrt über die 72 Kilometer lange und 51 Kilometer breite Insel, die flächenmäßig etwa so groß ist wie das Saarland, wechseln die Landschaften rasant. Manchmal lassen sie heimatliche Gefühle aufkommen - Erinnerungen an die Lüneburger Heide werden wach, oder - beim Anblick träge in der Sonne dösender Kühe - an Bayern. Ein paar Kilometer weiter ist dichter Regenwald erreicht, der an Australien erinnert. Auf gut ausgebauten Straßen ist das kleine Eiland zwar in einem Tag zu umrunden - die wahren Schönheiten sind jedoch in den drei gewaltigen Talkesseln verborgen.

Ursprüngliche Pfade durch dschungelartiges Gelände
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Wie ein Kleeblatt umgeben sie den "Piton des Neiges" den mit 3 069 Metern höchsten Berg von La Reunion. Einer launischen Diva gleich zeigt die Insel aber nur demjenigen ihre Geheimnisse, der sie sich verdient und früh aufsteht. Ab dem Mittag können dicke Nebelschwaden die Berggipfel und Schluchten einhüllen. Während es an der Küste 24 bis 30 Grad warm ist, sind Temperaturschwankungen von bis zu 15 Grad im Gebirge keine Seltenheit. Anorak und Wanderschuhe gehören daher unbedingt ins Reisegepäck.

La Reunion gilt als Geheim-Tipp unter Extremsportlern. Hier ist fast alles möglich: unter, auf oder über der Erde. Auf der Insel gibt es rund 600 Kilometer markierte, aber dennoch sehr ursprünglich belassene Wanderpfade. Da diese durch zum Teil dschungelartiges Gelände führen, sollten immer ausreichend Getränke und etwas Essbares mitgenommen werden. Die mehrtägigen Trekkingtouren leitet ein einheimischer Bergführer. Übernachtet wird in einfachen Berghütten.

Bereits zum siebten Mal wird in diesem Jahr die "Relais Grand Raid" vom 29. bis 31. Oktober veranstaltet. Bei diesem Rennen, das als einer der härtesten Ultrabergläufe der Welt gilt und länger als ein Marathon-Lauf dauert, durchqueren die Läufer die Insel von Südosten nach Nordwesten und überwinden dabei 16 000 Höhenmeter. Start ist am Cap Mechant, Ziel der 128 Kilometer langen Strecke die Hauptstadt St. Denis. Im vergangenen Jahr haben rund 1 500 Läufer aus der ganzen Welt teilgenommen. Unter den ersten zehn Gewinnern war bisher noch nie ein Ausländer.

Im Kajak wilde Wasser hinabgleiten
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Im Cirque de Salazie mit fast 100 Wasserfällen werden Canyoning, Wildwasser-Rafting sowie Kajak- und Hydrospeed-Bootsfahrten angeboten. Der Voile de la mariee ist der größte und am meisten fotografierte Wasserfall von Reunion: Wie ein Brautschleier breitet er sich über die mit üppigem Grün bewachsenen Felswände aus.

Vorbei an wild wuchernden violetten, weißen und roten Orchideen, Bananenplantagen und Tamarindenwäldern gelangt der Besucher zum verträumten Städtchen Hell-Bourg. Von hier aus führen Wanderwege in den Foret de Bebour. Im "Relais des Cimes", einem kleinen Gasthof, schmeckt das kreolische Nationalgericht "cari" besonders lecker. Es wird aus Fleisch oder Fisch zubereitet und zusammen mit Reis und einer dicken Sauce aus Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten und Thymian gereicht. Die höllisch scharfe Rougail-Sauce verleiht dem Gericht den feurigen Touch.

Anfänger sollten "Canyoning", das Abseilen an Felsschluchten und Wasserfällen, zuerst an den Cascades des Aigrettes bei St. Gilles testen. Jean-Baptiste, der erfahrene Bergführer aus Grenoble, erklärt die Regeln des Abseilens. Gut, dass man von oben nicht sehen kann, wie steil es nach unten geht. Die erste Mutprobe besteht darin, Arme und Beine freischwebend baumeln zu lassen. Danach lässt sich Jean-Baptiste leicht wie eine Gazelle an den glitschigen Felswänden hinabgleiten. Beim vierten und letzten Abseilgang geht es 25 Meter in die Tiefe mit Landung im glasklaren Gebirgssee. Der Adrenalinstoß ist seinen Preis von 70 Mark durchaus wert. Fortsetzung

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Zuletzt geändert am 5. April 2001 13:01 von tea