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Lettlands stilvolle Hauptstadt feiert ihren 800. Geburtstag

Riga - das "Paris des Nordens"

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Die lettische Hauptstadt kann ihren Gästen einen intakten historischen Kern vorzeigen

Riga - Die lettische Hauptstadt Riga hat sich verändert: Vorbei die Zeiten, als Touristen Tage in denselben Kleidern verbringen mussten, weil das Gepäck nicht angekommen war und es kaum etwas zum Anziehen zu kaufen gab. Zum 800-jährigen Stadtjubiläum zeigen sich nicht nur die historischen Bauten der lettischen Hauptstadt von ihrer schönsten Seite, auch Läden und Boutiquen verkaufen Mode vom Feinsten. Lediglich das alte Kopfsteinpflaster ist geblieben und verstärkt das mittelalterliche Flair der bestens restaurierten Altstadt.

Restaurants servieren von armenischer und französischer Küche bis zu indischen, ukrainischen und vietnamesischen Leckerbissen alle Spezialitäten dieser Welt. Da rangiert die einzige deutsche Restaurant-Bar "Jever Bistro" - das erste in Riga nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs - schon lange nicht mehr auf Platz Eins. Der regelmäßig erscheinende Reiseführer "Riga in your pocket - The ultimate City Guide" führt sie alle auf und nennt Durchschnittspreise für die jeweiligen Menüs.

Riga ist eine weltoffene Stadt geworden

Es mangelt nicht an Fastfood-Läden und Schnellimbissen, nicht an Internet-Cafés, es fehlen weder Bars noch Musik- und Nachtclubs. Riga ist weltoffen geworden, und auch das Visum gehört der Vergangenheit an - ein Reisepass mit zweimonatiger Gültigkeit nach Reiseende genügt für einen Besuch der lettischen Hauptstadt. Zwar begegnen dem Besucher auch die Schattenseiten des Booms: Die Armut ist vielerorts noch sichtbar, und Touristen wird empfohlen, auf ihre Wertsachen Acht zu geben. Doch das ist schließlich in vielen Metropolen Alltag.

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Mit großem Aufwand und viel Farbe hat Riga in den vergangenen Jahren die Häuserfassaden im Zentrum aufpoliert

Eine Verhaltensregel sollten Riga-Besucher allerdings besonders beherzigen: Niemals den zwei Wache stehenden Soldaten vor der "Milda" Grimassen zu schneiden oder sie in irgendeiner Weise zu verwirren. Denn die historische Freiheitsstatue ist den 900 000 Einwohnern heilig. Seit 1935 reckt "Milda" in 42 Meter Höhe einen Sternenkranz gen Himmel, der die drei ehemaligen lettischen Provinzen symbolisiert: Kurland, Livland und Lettgallen. Als Symbol einer freien lettischen Nation überdauerte die Statue die nationalsozialistischen Machthaber, die innerhalb von drei Jahren den größten Teil der jüdischen Bevölkerung Lettlands ausrotteten. Auch die sowjetischen Besatzer mussten sich 1991 geschlagen geben. Zahn Jahre später hat es die einstige Hansestadt fast geschafft, wieder die stilvolle und elegante Metropole zu sein, die sie in den dreißiger Jahren gewesen sein muss - damals nannte man sie "das kleine Paris des Nordens".

Jubiläumsfeier mit Oper und Feuerwerk

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Auch im Detail geben sich die Restauratoren viel Mühe

1201 als deutsche Stadt von dem bremischen Bischof Albert gegründet, ist Riga seit 1985 auch Partnerstadt Bremens. Für das Jubiläum ist sie gerüstet und kann ihre Gäste in elegant-historischem Ambiente oder modernem Design empfangen. Drei Hotels sind gar mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Zu den Höhepunkten gehört etwa das "Offizielle Stadtjubiläum" vom 17. bis zum 19. August, wenn Verdis Oper "Aida" aufgeführt wird, Musik von den Kirchtürmen erklingt und die für diesen Anlass kreierte Inszenierung "Ton und Licht" mit großem Feuerwerk über dem Fluss Düna vonstatten geht. Ein Opernfestival vom 7. bis 17. Juni huldigt Richard Wagner, der sich in Riga zu seiner Oper "Rienzi" inspirieren ließ, bringt aber auch Mozarts "Zauberflöte", Rossinis "Barbier von Sevilla" und Verdis "Requiem" zur Aufführung. Stolze Bürgerhäuser schmücken den Domplatz weiterblättern
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