[an error occurred while processing this directive] IVWPixel Zählpixel

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Schonen in Südschweden

Wo Wikinger zu Gärtnern wurden

Anklicken zum Vergrößern
Schonen - sehr nah am Himmel.

Lund/Trelleborg - Schonen, so sagen die Schweden nicht ohne Stolz, sei fast schon ein Stück vom Himmel: wogende Getreidefelder, meilenweite Badestrände, putzige Fischerdörfer, tiefe Wälder, alte Schlösser, Herrensitze und immer wieder das Meer.

Bei einer Reise durch Schonen erleben Gäste nicht eine einzige Landschaft, sondern einen Querschnitt durch die Vielfalt ganz Schwedens. Weil das Klima als eher kontinental gilt, gibt es hier einige der prächtigsten Gartenanlagen Skandinaviens. Hinzu kommen die Köstlichkeiten der schwedischen Küche und der Gastfreundschaft der gar nicht so kühlen Skandinavier. Besucher müssen nicht lange suchen, bis sie ihr eigenes kleines Paradies in Schonen gefunden haben.

Trelleborg: attraktives Einkaufs- und Kulturzentrum
Informationen:
Südschweden:
Schweden-Werbung, Lilienstraße 19, 20095 Hamburg (Tel.: 040/32 55 13 55)

Wer mit dem eigenen Wagen aus Deutschland anreist, erreicht Schwedens südlichsten Zipfel über den Fährhafen Trelleborg. Im 13. Jahrhundert gegründet, gilt die Stadt heute Einheimischen und Touristen als attraktives Einkaufs- und Kulturzentrum. In der alten Hafenstadt können nicht nur erste - oder letzte - Plüsch-Elche und viele andere Schweden-Souvenirs erstanden werden. Als besondere Attraktion gilt bei großen und kleinen Besuchern eine etwa 1 000 Jahre alte Schutzburg aus der Wikingerzeit. Diese so genannte "Trelleborg" mit ihren breiten Wällen und Holzpalisaden wurde mitten in der Stadt auf einer Grünfläche detailgetreu rekonstruiert.

Wohlige Gruselgeschichten

Die wilden Gesellen, die einst hier den Met fließen ließen und dabei die Pläne für ihren nächsten Kriegszug schmiedeten, sind natürlich längst Vergangenheit. An ihrer Stelle stehen heute viele kleine Wikinger im Grundschulalter, die sich mit einem wohligen Gruseln die Geschichte ihrer Vorfahren anhören. Besonders während der Sommermonate finden in der Trelleburg viele Veranstaltungen statt: Die Musikfestivals, Theatervorstellungen und Darbietungen alter Handwerkskunst stehen dann ganz im Zeichen der Wikinger.

Fahnenmasten in gepflegten Vorgärten
Anklicken zum Vergrößern
Kleine Häuser mit gepflegten Vorgärten - die Vikinger als Gärtner.

Wer von Trelleborg aus entlang der Westküste Schonens aufbricht, wird in vielen gepflegten Vorgärten Fahnenmasten entdecken, deren gehisste Flagge auf den ersten Blick sehr an den dänischen "Danebrog" erinnert: ein rotes Tuch mit zwei sich kreuzenden Balken. Diese sind allerdings nicht weiß, sondern in schwedischem Gelb gehalten. Der Fahnen-Mix ist ein Überbleibsel aus alter Zeit, denn ursprünglich war Schonen ein Teil des dänischen Königreichs. Nach einigen kriegerischen Auseinandersetzungen verlor Dänemark seine Provinz jedoch im Jahre 1658 an Schweden, das seinen Sieg über den skandinavischen Bruder im Frieden von Roskilde besiegelte.

Die Schweden trauten dem Frieden jedoch nicht so ganz und gingen daran, die Küste entlang des Öresund besser zu schützen. Mit Wällen, Bastionen und Gräben bauten sie zum Beispiel auch die Zitadelle von Landskrona aus. Diese Festung war noch vom dänischen König Christian III. angelegt worden, eine Investition, die sich nun gegen die Erbauer richtete. Die Zitadelle gilt heute als eine der am besten erhaltenen Wasserfestungen in Skandinavien und kann natürlich auch besichtigt werden.

Gartenfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, denn auf den Festungswällen der Zitadelle liegen die ältesten Schrebergärten Schwedens. Einfache Bürger durften dort seit 1870 ihr Gemüse anbauen, der Adel nutzte die Flächen schon viel früher - zum Beispiel zum Krocket-Spiel. Hier gibt es auch das einzige Schrebergarten-Museum des Landes.

Schloss Sofiero steht mitten im Garten weiterblättern
 
Last edited: mis 03.12.2004 16:07