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Das Gletscherlokal "Glacier 3000"

Speisen mit Gipfel-Panorama

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Gipfelstürmer - der Schweizer Architekt Mario Botta entwarf das "Glacier 3000" mit Blick über die Alpenlandschaft.

Col du Pillon - "Das war eine Aufgabe mit besonderem Reiz", sagt Mario Botta, der Schweizer Stararchitekt. "Ein Restaurant auf einer Höhe von 3000 Metern über dem Meeresspiegel baut man nur einmal im Leben." Nun ist das Gletscherlokal "Glacier 3000" fertig gestellt und wurde für das Publikum eröffnet.

Mit der Luftseilbahn geht es von der Talstation in Col du Pillon auf 1546 Metern mit einer Maximalgeschwindigkeit von zehn Metern pro Sekunde zur Zwischenstation Cabane. Die Fahrt über fast 1000 Höhenmeter dauert nur knapp viereinhalb Minuten. Da die Kabine bis zum Boden verglast ist, wirkt es auf den Benutzer, als würde sie frei durch die Luft schweben, fast wie ein Hubschrauber - schwerelos direkt an den Felswänden hinauf.

Eine fast zu kurze Seilbahnfahrt

In Cabane heißt es umsteigen in die zweite Großraum-Kabine, die die Gäste schnell zum Gipfel des Scex-Rouge auf 2970 Meter Höhe bringt. Seit dem Start der beiden modernen Luftseilbahnen im November 1999 dauert die gesamte Fahrt - vom Tal bis zum Gipfel - gerade einmal eine Viertelstunde - fast zu kurz für das beeindruckende Erlebnis. 1200 Personen können pro Stunde befördert werden.

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Mit der Gondel auf den Gipfel - das "Glacier 3000" ist direkt mit der Seilbahn zu erreichen.

Die Seilbahn hält direkt im neuen Gletscher-Restaurant-Komplex. Ein Lift führt in die oberen Etagen. Der gesamte Weg vom Autoparkplatz bei der Talstation bis in das Lokal auf der Bergspitze ist ohne Stufen, also auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. In der ersten Etage entstand ein Selbstbedienungslokal mit etwa 150 Plätzen. Ein Stockwerk darüber befindet sich das neue Restaurant mit Bedienung, das 110 Gästen Platz bietet.

Panorama-Blick auf die Alpengipfel

Das Gebäude hat Mario Botta mit Hilfe einer Metallkonstruktion über den Berg hinaus gebaut. Es ermöglicht so einen herrlichen Panorama-Blick auf die Berner, Waadtländer und Französischen Alpen. Bei klarem Wetter sind der Mont-Blanc und die Dents du Midi deutlich zu sehen.

Nicht nur an den Schweizer Architekten Botta, der weltweit Banken, Bürohäuser, Bibliotheken und Museen errichtet hat, stellte der Bau des Gebäudes auf dem Gletscher besondere Anforderungen: Bis zu 70 Handwerker samt Baumaterial wurden täglich zum Gipfel transportiert. Die Arbeiten in 3000 Meter Höhe mussten oft wegen Schneefall, Sturm, Kälte oder Unwetter unterbrochen werden. Insgesamt sind in den vergangenen fünf Jahren 77 Millionen Franken, rund 100 Millionen Mark, in die Modernisierung des Skigebietes investiert worden. Sieben Millionen Franken (9,1 Millionen Mark) hat die neue Bergstation mit dem Botta-Restaurant gekostet.

Nur im Mai sind die Pisten geschlossen

Das "Glacier 3000"-Gebiet gehört zum Skipass-Verbund Alpes Vaudoises, der im Winter 220 Kilometer Pisten umfasst. Skifahren auf dem Gletscher ist aber das ganze Jahr über möglich. Nur im Monat Mai wird geschlossen. Im Sommer kommen vor allem Snowboard-Fahrer. Ihnen stehen vier Lifte, eine Half-Pipe und eine Sprungschanze zur Verfügung. Ruhiger geht es auf den sommerlichen Eiswanderungen zu. Tourenführer leiten Interessierte auf schmalen Wege über die Gletscher. Wer Glück hat, kann dabei Gemsen beobachten.

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Grandiose Ausblicke - auf der anderen Seite des Gletschers fällt der markante Teufelskegel ins Auge.

Nicht nur begeisterte Hobby-Fotografen wissen, dass die Sicht im Sommer am Morgen am schönsten ist. Künftig sollen Sonnenaufgangsfahrten zum Gipfel möglich sein, mit anschließendem Frühstück im neuen Restaurant auf dem Gletscher. Es lohnt sich auch, in den Schneebus einzusteigen, um sich zum Teufelskegel chauffieren zu lassen. Der markante Fels in Form eines Kegels, der sich auf der anderen Seite des Gletschers befindet, führte auch zum Namen des nächsten Ortes: Les Diablerets - Teufelchen. Die Legende erzählt, dass der Teufel an dieser Stelle im Gebirge Kegeln gespielt haben soll. Doch zu seinem Ärger hat er einen Kegel - diesen Felsen - nie getroffen. Der Ausblick von dieser Stelle ist jedenfalls teuflisch gut. 1000 Meter geht es dahinter in die Tiefe.

Informationen: Glacier 3000 Maison du Tourisme, CH-1865 Les Diablerets. Telefon (von Deutschland aus): 0041/24/4922814, Fax: 0041/24/4922827.
Im Internet: www.glacier3000.ch
E-Mail: info@glacier3000.ch
Eine Tageskarte für die beiden Bahnen für Erwachsene kostet 49 Schweizer Franken, umgerechnet rund 64 Mark.

Daniela David, gms

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