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Romantische Winterreise:

Eine Zugfahrt durch die Schweiz

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  • Die Schweiz lässt sich im Winter auch gut ohne Skier und Snowboard genießen - zum Beispiel auf einer Zugfahrt in der Vorweihnachtszeit.

    Gemütlich rollt die Bahn von einer Station zur nächsten, von See zu See, ganz ohne Hektik. Da bleibt viel Zeit für Müßiggang und Musik. Übernachtet wird in historischem Ambiente, und in manchem traditionellen Hotel erzählt man sich in der besinnlichen Jahreszeit gern Anekdoten und Gespenstergeschichten.

    Wenn tausend Lichter strahlen - Kutschfahrt in der "Leuchtenstadt"

    Ein guter Ausgangspunkt für solche eine Reise ist Luzern. Unter Hufgeklapper geht es mit der Kutsche am Ufer des Vierwaldstättersees entlang bis zur hölzernen Kapellbrücke, einem Wahrzeichen der Stadt. Von dort aus bietet sich ein schöner Blick auf die Altstadt mit ihren Türmen, Stadtmauern, Brücken und historischen Häusern.

    In der Dämmerung, wenn tausende Lichter erstrahlen, macht Luzern seinem Namen alle Ehre: Luzern heißt so viel wie "Leuchtenstadt". Ein Bummel führt in die Gassen der festlich geschmückten Altstadt. Vorbei geht es an mit Fresken verzierten Patrizierhäusern, deren Fassaden ebenfalls beleuchtet sind. Die Kutsche hält an mehreren Plätzen an, etwa am Weinmarkt, der im Dezember zum Weihnachtsmarkt wird.

    "Mystery-Weekend" - einmal in die Rolle von Sherlock Holmes schlüpfen

    INFO-KASTEN: SCHWEIZ

    Schweiz Tourismus, Postfach 16 07 54, 60070 Frankfurt/Main, Telefon: 00800/10 02 00 30, Fax: 00800/10 02 00 31
    Internet: www.schweiz-tourismus.de

    Den Abschluss einer Luzern-Rundfahrt könnte ein Besuch des Chateau Gütsch bilden: Mit seinen sechs Türmen erhebt sich das Schloss wie ein Schweizer Neuschwanstein über der Stadt. Hinauf kommen Besucher mit einer Drahtseilbahn aus dem Jahr 1884. Von der Terrasse des Hotels bietet sich ihnen ein schöner Blick auf die Stadt und den See.

    Nahe des Brienzersees liegt Meiringen, die nächste Station der Zugreise. Im historischen Parkhotel du Sauvage logierte schon der geistige Vater von Sherlock Holmes, Sir Arthur Conan Doyle. Das Hotel diente ihm seinerzeit als Kulisse für den Roman "The Final Problem". Und noch heute können Krimifreunde sich einem schaurigen Nervenkitzel hingeben: An einem "Mystery-Weekend" gilt es, einen fiktiven Mordfall zu lösen. Dabei schlüpfen Gäste wie Schauspieler in eine andere Identität und verwandeln sich in Zeugen, Detektive oder Mörder.

    Kuren wie der Kaiser von Brasilien

    Vom Brienzersee aus ist es ein Katzensprung zum Thuner See. Beide Gewässer gehören zum Berner Oberland. Interlaken liegt genau zwischen ihnen, am Fuße des Dreigestirns aus Eiger, Mönch und Jungfrau. Von Interlaken aus bietet sich ein Ausflug in die Gletscherwelt des Hochgebirges an - und zwar mit einem historischen Zug. Der restaurierte "Eiger-Ambassador-Express" aus dem Jahr 1912 kämpft sich insgesamt 2887 Höhenmeter zum berühmten Jungfraujoch hinauf.

    Interlaken ist ein Kurort mit Tradition. Die meisten historischen Hotels entstanden in der Zeit zwischen 1880 und 1910, gleichzeitig mit den ersten Bahnverbindungen. Eines der ältesten Häuser ist das Hotel Victoria-Jungfrau. Zu den Gästen im 19. Jahrhundert zählten unter anderem der Kaiser von Brasilien sowie der Schriftsteller Mark Twain. Sie alle feierten schon im größten Festsaal des Hauses, unter den neobarocken Deckenfresken und riesigen Lüstern. Dieser "Salle de Versailles" ist inzwischen denkmalgeschützt.

    Geschäftige Flaniermeile vor verschneiter Bergkulisse

    Den Panorama-Express gab es im 19. Jahrhundert noch nicht. Er verbindet heute Interlaken mit Gstaad, der nächsten Station der Reise. Die Bahnfahrt führt am Thuner See entlang. Von 568 Meter über dem Meeresspiegel geht es hinauf bis auf 1050 Meter. Gstaad mit seinen holzverkleideten Chalets strahlt Ruhe aus, vor einigen Jahren wurde die Hauptstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt. In der Weihnachtszeit schmücken die Gstaader die Flaniermeile aufwendig.

    Im Schlitten können sich Urlauber schnell vom geschäftigen Treiben in Gstaad entfernen. Gezogen von zwei Freiberger-Pferden, gleitet das Gefährt durch den Pulverschnee. Die verschneite Bergkulisse zieht wie im Film vorüber. Bald ist der nahe, zugefrorene Lauenensee erreicht.

    Der schönste Christkindlmarkt in Europa

    Die Winterreise neigt sich ihrem Ende zu. Die letzte Fahrtstrecke ist wiederum ein Stück Zeitreise. Am Bahnhof von Gstaad hält der Belle-Epoque-Zug. Eineinhalb Stunden dauert die Fahrt von den Berner Alpen bis zu den Ufern des Genfer Sees in den originalgetreu restaurierten Waggons. Die Atmosphäre in den historischen Wagen erinnert an Agatha Christies berühmten "Orient-Express".

    Das elegante Montreux ist die letzte Station. Lockt im Sommer das weltberühmte Jazzfest viele Gäste an, so ist es im Winter der Weihnachtsmarkt, der vielen Besuchern als einer der schönsten Christkindlmärkte in ganz Europa gilt. An der Grand-Rue säumen mehr als 100 kleine Chalets den Weg. Und wenn es dunkel wird und die Lichter glitzern, kann Weihnachten nicht mehr weit sein.

    Daniela David, gms

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