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Stets nahe am Wasser und an einigen Schlössern vorbei:

Reisen im schwedischen Bäuchlein

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Die Schweden leben am und mit dem Wasser. An den Wochenenden bewegen sich viele Stockholmer in ihre Schärengärten, die der Hauptstadt vorgelagert sind

Stockholm - Schweden trägt sein Herz im Bauch: Dort, wo das mittelschwedische Festland eine kecke Wölbung in die Ostsee schiebt, wurden zwischen Uppsala und Stockholm schon immer die Geschicke des Landes entschieden. Und die sind untrennbar verknüpft mit dem Wasser: Voraus die Ostsee als Tor in die Welt, im Rücken dicht aneinander gereiht Seen, gespeist aus weit verzweigten Flussläufen - Schwedens Herz verbindet das Landesinnere mit der Außenwelt.

So entstand eine einzigartige Kulturlandschaft und wer sie besucht, erhält Geschichtsunterricht inmitten von Naturerleben. Besonders schön gelingt das in Birka. Das einstige Handelszentrum liegt auf der malerischen Insel Björkö in einem der zahlreichen Arme des reichlich zerfledderten Mälarsee. Einst galt es den Waräger genannten schwedischen Wikingern als Ausgangspunkt für ihre Fahrten, die sie Ende des ersten Jahrtausends über die Ostsee und die Ströme Russlands bis ins Schwarze Meer führten. In Birka wurden Waren aus aller Herren Länder umgeschlagen und wie es damals zuging, das kann man heute noch bestaunen: Die rekonstruierte Siedlung dient als lebendiges Wikingermuseum und wird von Stockholm aus mit dem Boot angefahren.

Die Wiege Schwedens stand bei Uppsala

Etwa 60 Kilometer weiter nördlich entstand an den Ausläufern des Mälarsees Uppsala. Die Gegend war stets begehrtes Siedlungsland und Grabfunde in Gamla Uppsala, dem alten Uppsala, deuten darauf hin, dass es bereits um 500 nach Christus Kriegerfürsten hierher gezogen hat. Wenn man so will, steht hier die Wiege Schwedens: Von Uppsala aus errichteten die Svea-Könige ihr Reich, das bereits Jahrhunderte existierte, ehe Olaf Schoßkönig sich um die Jahrtausendwende zum Christentum bekehren ließ. In den nächsten Jahrzehnten schlugen christliche Gauten und am alten Asenglauben festhaltende Svea-Herrscher sich rund um Uppsala die Köpfe ein.

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Der größte gotische Dom Nordeuropas findet sich in Uppsala. Nach 100 Jahren Bauzeit wurde er 1435 eingeweiht

Die siegreichen Christen erhoben Uppsala zum Erzbistum und errichteten den größten Kirchenbau Nordeuropas: Nach über 100-jähriger Bauzeit wurde 1435 der gotische Dom eingeweiht, dessen beiden Türme mit jeweils 119 Metern exakt genauso hoch aufragen wie das Kirchenschiff lang ist. 1447 öffnete die erste Universität Skandinaviens ihre Tore und auch das sollte Folgen haben: Die heutige Industrie- und Verwaltungsstadt Uppsala zählt etwas über 100 000 Einwohner - fast 20 000 davon sind Studenten, die mit zahlreichen Kneipen und Cafés das Bild der Stadt prägen.

Umso gemütlicher geht es in Sigtuna zu, auf halbem Weg Richtung Stockholm an den Ufern des Mälarsees gelegen. Obwohl bereits um 980 nach Christus von Erik dem Siegreichen gegründet und damit eine der ältesten Städte Schwedens, leben heute gerade mal 5000 Menschen hier. Die ehemalige Konkurrentin hat den historischen Wettlauf gegen Uppsala zwar verloren, doch künden überall Spuren von der großen Zeit: Das archäologische Museum zeigt eine sehenswerte Sammlung an Funden aus der Wikingerzeit, ganz in der Nähe liegen die Reste des Sigtuna-Doms aus dem Jahr 1000.

Schlösser reihen sich aneinander

Die Wege zwischen Uppsala und Stockholm säumt eine beachtliche Anzahl von Schlössern: Das Schloss zu Uppsala, Venngarn, Steninge, Rosersberg, das nicht zuletzt durch Kurt Tucholskys Erzählung berühmt gewordene Gripsholm oder das königliche Schloss Drottningholm vor den Toren der Hauptstadt - eines schöner gelegen als das andere.

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