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Die Alpen Südafrikas sind ein ideales Wandergebiet

Es herrscht Ruhe in der Heimat der "Drachen"

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Drachenrücken oder aufgerichtete Speere - die Form der Drakensberge weckt bei den Einwohnern im südlichen Afrika unterschiedliche Assoziationen.

Durban - Den Sonnenhut tief ins Gesicht gezogen, das schweißgetränkte Hemd weit aufgeknöpft, lehnt Andrew Andersen im Schatten eines Felsvorsprungs. Noch einmal setzt der Guide die große Wasserflasche zum Trinken an, dann drängt er zum Aufbruch.

Die Eile ist berechtigt. Immerhin soll die Gruppe bis ganz nach oben auf den Gipfel des Cathedral Peak, der mit seinen 3004 Metern Höhe einen Panoramablick über die Drakensberge vom Mont-aux-Sources bis zum Champagne Castle bietet.

"Barriere aus aufgerichteten Speeren"

Auf einer Länge vom rund 960 Kilometern erstreckt sich dieser Gebirgszug in Südafrika zwischen dem Krügerpark im Norden und der Garden Route im Süden. Die eigentliche Heimat der "Drachen" ist aber die Gegend zwischen Sentinel und Rhino Peak, wo sich der Gebirgszug über 100 Kilometer lang auf einer durchschnittlichen Höhe von 3050 Metern hinzieht und erhaben aus den Midlands aufragt. Die Bergspitzen ähneln in der Gesamtansicht tatsächlich dem gezackten Rücken eines Drachens. In der Sprache der Zulu fand das Panorama den ebenfalls zutreffenden Ausdruck "ukhahlamba", was so viel heißt wie "Barriere aus aufgerichteten Speeren".

Unter der Bergkette herrscht Ruhe: Die Riesen in ihren wundersamen sattgrünen Samtanzügen werden noch nicht von Turnschuhkarawanen heimgesucht. Zwar sind die Drakensberge nur 400 beziehungsweise 150 Kilometer von den Millionenmetropolen Johannesburg und Durban entfernt und ein beliebtes Ausflugsziel der Großstädter, doch verteilen sich die Besucherströme im weitgefächerten Wegenetz.

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Erinnerung an die Ureinwohner - der Sani- Pass ist die einzige Verbindung zwischen Südafrika und dem Gebirgskönigreich Lesotho.

Neben der neunstündigen Tour zum Cathedral Peak, die Schreibtischtäter überfordert und nicht ohne Führer unternommen werden sollte, können vom Cathedral Park Hotel auch kleinere Wanderungen unternommen werden. Sie führen zum Beispiel zu den Doreen Wasserfällen oder ins Umhlonhlo-Tal.

Unvergessliche Bergwelt

Spektakulärster Teil der Drakensberge aber ist ohne Zweifel das Amphitheatre im Royal National Park - eine 500 Meter hohe, senkrechte Felswand, die sich fünf Kilometer zwischen Sentinel und Eastern Buttress erstreckt und wo der Tugela-River 850 Meter tief in fünf Stufen zu Tal stürzt. Den Wasserreichtum der Landschaft symbolisiert schon der Name des höchsten Gipfels, des 3282 Meter messenden Mont-aux-Sources, nach den acht hier entspringenden Flüssen benannt.

Wer es bequem mag, lässt sich für rund 100 Mark auf die Bergkuppen fliegen und genießt bei einem Glas Champagner den unvergesslichen Blick auf die Bergwelt. Doch dafür ist die Region eigentlich viel zu schade: Fast die gesamte Gebirgskette ist ein besonders geschützter Park, in dem sich zahlreiche seltene Tier- und wenigen Plätze auf Erden, wo sich noch Bartgeier in freier Wildbahn beobachten lassen - rund 200 Paare haben die Naturschützer hier und im benachbarten Königreich Lesotho gezählt.

Berauschende Natur
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Im Reich der Königsprotea - für botanisch Interessierte werden in den Drakensbergen spezielle Blumentouren angeboten.

Angesichts der berauschenden Natur verbietet sich Hektik von selbst. Rund 200 verschiedene Pflanzenarten, zu einem guten Teil endemisch, lassen sich hier entdecken. Für botanisch Interessierte werden sogar eigene Blumentouren angeboten. "Die beste Zeit dafür sind die Monate Dezember bis Februar, doch auch in den anderen Monaten blüht immer etwas", berichtet Andrew.

Lohnend ist auch ein Ausflug zur Ndedema-Schlucht. Rund vier Stunden dauert die Fahrt im Jeep vom Cathedral Park Hotel über den Mike's Pass bis zum Ausgangspunkt der eigentlichen Tour, der schon auf 1870 Metern Höhe liegt. Von Arendsig geht es dann zu Fuß weiter in eine knapp sechs Kilometer lange Schlucht - zunächst am oberen Rand, später tiefer in den Talgrund hinein und damit in das größte geschlossene Waldgebiet der Drakensberge.

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