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Tauchen mit Haien vor der Küste Südafrikas:

Glücksspiele unter Wasser

Mulmiges Gefühl im Bauch - der Sandtigerhai gehört an den Protea Banks vor KwaZulu- Natal zu den häufigsten Haiarten. Foto: Andy Cobb Eco- Diving/gms

Shelly Beach - Andy Cobb strahlt Vertrauen aus - und genau das brauchen seine Begleiter auch, denn sie haben Ungewöhnliches vor. "Wenn wir heute Glück haben, kommen die Haie ganz nah. Betrachtet das als großes Privileg, denn die Tiere sind gewöhnlich sehr scheu und halten Abstand", erklärt Andy, während er am Strand von Shelly Beach seinen massigen Körper in den Tauchanzug zwängt.

"Haie fressen keine Menschen", sagt Andy. Höchstens riskierten sie mal einen "Probebiss". Doch trotz aller beruhigenden Worte bleibt ein mulmiges Gefühl bei den meisten Hobbytauchern, die sich auf das Abenteuer Haitauchen vor der Küste der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal einlassen.

"Sie können Euren Herzschlag spüren"

Andy Cobb lobt die körperlichen Anpassungen der Raubfische an die Unterwasserjagd, bewundert sie als "perfekte Jäger" und erklärt ihre Sinnesorgane: "Sie können euren Herzschlag spüren. Wenn ihr aufgeregt seid, bleiben sie vielleicht etwas länger." Dann erzählt er von seinen tausenden Tauchgängen mit verschiedenen Haien und schwärmt von den "magischen Momenten" - seinen Begegnungen mit dem Weißen Hai.

Von Zauber ist im Moment aber noch nichts zu spüren: Es nieselt, und die Uhr zeigt Acht am Morgen. Am Strand von Shelly Beach beginnen die Taucher damit, das Schlauchboot ins Meer zu schieben. Der Himmel über dem Indischen Ozean ist wie zugezogen. Sonnenstrahlen brechen aber hier und da wie Scheinwerfer durch die Wolkendecke und formen Kreise, die über die Wellen tanzen. Dort draußen unter den Kringeln, sieben Kilometer vor der Küste, liegen die Untiefen von Protea Banks.

Breite, lange Strände - in Umshlanga Rocks haben die Bewohner von Durban ihr Badeparadies gleich vor der Haustür. Foto:"SATOUR/gms"

Es sind ehemalige Sanddünen, die vor etwa 80 000 Jahren vom Meer geschluckt wurden und nun versteinert sind. Die Untiefen erstrecken sich über mehrere Kilometer parallel zur Küste. Ihre Gipfel befinden sich etwa 35 bis 50 Meter tief unter der Oberfläche. Protea Banks liegt auf dem Weg der Hochseefische, die Afrika umschwimmen wollen. So wie Laternen in der Sommernacht die Insekten anziehen, locken die Seeberge die Tiere der Umgebung an. Wenn die Strömung am stärksten ist, finden sich besonders viele Fischschwärme ein. Ihnen folgen dann die Räuber der Meere: Thunfische und Rochen - und natürlich die Haie.

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