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Südafrikas unentdeckte Nordkap-Provinz

Wo die Wüste blüht

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Südafrika

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Springbok - In Südafrika unterwegs zu sein, bedeutet meist, von den Elefanten im Nordosten bis zum wellenumtosten Kap der Guten Hoffnung im Südwesten zu reisen.

Doch wenn in Europa der Sommer langsam zu Ende geht, ist der Frühling in Südafrikas Touristenzentren oftmals noch lange nicht so weit, wie die Urlauber ihn sich wünschen. Doch dafür blüht ab September, wenn Kapstadts Tafelberg-Panorama noch von Regenwolken verdeckt ist und im Krüger Nationalpark meist Dürre herrscht, in einer anderen Ecke Südafrikas die Wüste auf: In der Provinz Nordkap, der größten und am dünnsten besiedelten des Landes.

Wo sonst nur die monotone, trockene Weite einer weißen Grassteppe fasziniert, breitet sich dann ein bunter Blumenteppich aus, der vier Wochen später unter der heißen Sonne lautlos wieder verschwindet.

Kap-Margeriten und Gänseblümchen

Wer sich von Kapstadt aus gen Norden in Richtung Namibia aufmacht, durchquert zuerst das Namaqua-Land. Nach den wenigen Regenfällen, die im Südhalbkugel-Frühling vom nahen Atlantik her über das Land ziehen, breiten sich hier in Orange, Gelb, Violett und Ocker blühende Kap-Margeriten und Gänseblümchen über der felsigen Landschaft aus, in der sonst nur die Wasser speichernden Köcherbäume überleben.

Einzigartiges Naturschauspiel in den Hügeln des Goegab Naturreservats

Am beeindruckendsten tritt das einzigartige Naturschauspiel in den Hügeln des Goegab Naturreservats südöstlich der Stadt Springbok nahe der namibischen Grenze auf. Am frühen Morgen, wenn sich die bunten Blüten nach einer oft noch kalten Nacht öffnen, bietet sich der Park für eine Wanderung an. Das Blumenpflücken ist aber - wie im ganzen Namaqua-Land - verboten. Wie zerbrechlich die Blumenpracht tatsächlich ist, zeigt eine 2001 veröffentlichte Klimastudie: In den kommenden Jahrzehnten werden demnach immer längere Trockenzeiten und geringere Regenfälle auch die Frühlingsblüte des Namaqua-Landes gefährden und zu einer weiteren Verwüstung der Region führen.

INFO-KASTEN: Südafrika

South African Tourism, An der Hauptwache 11, 60313 Frankfurt/Main (Tel.: 01805/72 22 55, Fax: 069/28 09 50)
Internet: http://www.satour.de
E-Mail: info@southafricantourism.de

Auf dem Weg ins Landesinnere verwandelt sich die Nordkap-Provinz schon heute in eine karge Halbwüste. Nur entlang des Oranje-Flusses nahe der Grenze zu Namibia erstreckt sich ein grüner Gürtel, auf dem sich aufstrebende Weingüter angesiedelt haben. Viele Bewohner dieser kargen Umwelt stammen von den Ureinwohnern des Landes ab, den zu den Khoi-Völkern gehörenden Namas.

Wo die eleganten Geparden und die Löwen der Wüste zu finden sind

Wer den Fluss überquert und auf holprigen Landwegen weiter nach Norden fährt, erreicht schließlich doch noch Südafrikas Welt der Nationalparks. In einem schmalen Winkel der Provinz, der sich zwischen die Nachbarländer Namibia und Botswana schiebt, liegen die roten Sanddünen des Kgalagadi Nationalparks. Ein Teil der Kalahari-Wüste erstreckt sich in sein Areal. Früh morgens trifft man dort mit viel Glück die eleganten Geparden und die Löwen der Wüste. Auch in der Nordkap-Provinz müssen Besucher also nicht auf Safaris verzichten. Und nach 1000 Kilometern Fahrt zurück nach Kapstadt sollten sich dort auch die Wolken um den Tafelberg gelichtet haben.

Gregor Burkhardt, dpa

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