[an error occurred while processing this directive]

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Südböhmens Bier kennt die ganze Welt

Es muss nicht immer Prag sein

Anklicken zum Vergrößern
Idylle abseits der Touristenströme -Südböhmen ist nicht nur reich an Geschichte, sondern auch an Seen und Teichen.

Budweis - Martin Polak aus Budweis, dem heutigen Ceske Budejovice, liebt seine südböhmische Heimat. Stundenlang kann der ehemalige Lehrer erzählen, was er an Anekdoten aus der regionalen Geschichte zusammengetragen hat.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs quittierte Polak den Schuldienst, reiste durch Europa, übersetzte Reiseliteratur ins Tschechische und machte sich schließlich als Reiseleiter selbstständig. Die sind durchaus gefragt, denn Südböhmens alte Kulturlandschaft lockt jährlich mehr als eine Million Besucher an.

Die Vergangenheit von Budweis am Zusammenfluss von Maltsch (Malse) und Moldau (Vltava) reicht bis ins Jahr 1265 zurück. Heute ist die mit rund 97 000 Einwohnern größte Stadt Südböhmens vor allem wegen ihres weltberühmten Bieres bekannt. Strategisch günstig gelegen, war die ehemalige königliche Stadt zusammen mit dem Zisterzienser-Kloster Goldenkron (Zlata Koruna) eine wichtige Stütze gegen die Machtansprüche des Adels. Reich wurde der Ort durch den Salzhandel, die Moldauschifffahrt, den Silberbergbau und eine eigene Münzprägung.

"Die Tschechen sind empfindlich, wenn es um ihr Bier geht"
Anklicken zum Vergrößern
Kleinod mit Segen der Unesco - Cesky Krumlov ist nach Prag der am besten erhaltene historische Baukomplex Tschechiens.

Angesichts der vielen kleinen Dörfer im Böhmerwald wirkt die Innenstadt mit ihren Renaissance- und Barockhäusern noch heute prächtig. Arkaden laden in den engen Gassen zum Bummeln ein. Auf dem quadratischen Marktplatz blickt der barocke, von muskulösen Atlanten getragene Samson auf die Besucher herab. Fast mediterran ist hier an sonnigen Tagen die Atmosphäre.

Wer die berühmte Brauerei Budejovicky Budvar besichtigen will, kann sich zur einer Führung anmelden. Der noch immer andauernde Markenstreit zwischen der tschechischen Braustätte und dem amerikanischen Getränke-Unternehmen Anheuser-Busch treibt mitunter eigenartige Blüten. Um die Budweiser auf den Biergeschmack aus Übersee zu bringen, eröffnete die US-Firma ein amerikanisches Kulturzentrum inmitten der Altstadt. Die Rechnung ging nicht auf. "Die Tschechen sind empfindlich, wenn es um ihr Bier geht", so Martin Polak.

Schloss Windsor an der Moldau

In der nahen Umgebung der alten Handelsstadt liegt über einer Moldauschleife Schloss Frauenberg, oder auf Tschechisch: Hluboka nad Vltavou. Die beliebte Hochzeitskulisse, deren Ursprung bis ins Jahr 1285 zurückgeht, erhielt ihre heutige Gestalt Mitte des 19. Jahrhunderts. Fürstin Eleonora von Schwarzenberg war auf einer Reise durch England so sehr von Schloss Windsor begeistert, dass Hluboka nach dessen Vorbild umgebaut wurde. Ob dieser Windsor-Verschnitt gefällt, ist Geschmackssache. Die 140 Räume dokumentieren aber feudale Wohnkultur mehrerer Generationen.

Spätbarockes Schlosstheater ist ein Muss weiterblättern
 

IVWPixel Zählpixel

Zuletzt geändert von tea