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Uganda

Grüne Lunge am Viktoriasee

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Kampala - Entebbe ist eigentlich nicht der ideale Ort, einen Urlaub zu beginnen. Schließlich wurde die Stadt am Ufer des Viktoriasees durch ein Verbrechen bekannt.

Die Erinnerung an die Entführung einer in Tel Aviv gestarteten Air-France-Maschine und deren blutige Befreiung durch ein israelisches Kommando im Juni 1976 ist auf dem internationalen Flughafen Ugandas aber längst verwischt. Heute herrscht hier träge afrikanische Normalität.

Während der etwa 40minütigen Autofahrt in die Hauptstadt Kampala verliert auch der zweite Name, den man mit dem ostafrikanischen Staat verbindet, seinen Schrecken. Die Straße wird gesäumt von einer endlosen Lichterkette bestehend aus Gaslampen vor den kleinen Bars am Wegesrand. In ihrem Schein genießen zumeist junge Ugandaer die Kühle des Abends bei einem ebenso kühlen Bell, der führenden einheimischen Biersorte. Undenkbar, daß in diesem friedlichen Land einmal ein Diktator vom Schlage eines Idi Amin geherrscht hat.

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Knapp 20 Jahre nach dem Ende seiner Schreckensherrschaft zieht die Perle Afrikas, wie Winston Churchill Uganda einmal nannte, allmählich wieder Touristen an, obwohl die Wirren der Vergangenheit die ugandischen Nationalparks stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Damals wurden Tiere unkontrolliert gejagt, Straßen und Camps zerstört.

Nur noch 600 Berggorillas

Die neue Regierung unter Yoweri Museveni investiert seit Jahren kräftig in den Wiederaufbau des Tourismus. Überall entstehen neue Hotels, die verbliebenen Tiere werden geschützt, so gut es geht, damit sie sich in Ruhe vermehren können. Die größte Attraktion des Landes sind die Berggorillas. Insgesamt gibt es heute nur noch rund 600 dieser vom Aussterben bedrohten Primaten. Die Hälfte davon lebt in Uganda, die übrigen in den zur Zeit nicht besonders einladenden Nachbarländern Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.

Der Andrang auf einen Besuch der ugandischen Gorillas ist groß. Da im Bwindi Impenetrable Forest National Park, 550 Kilometer südwestlich von Kampala, täglich nur wenige Besucher zu zwei an Menschen gewöhnte Gorillafamilien geführt werden, beträgt die Wartezeit für eine solche Tour etwa drei Monate. Eine frühzeitige Anmeldung über einen Reiseveranstalter oder die Uganda Wildlife Authority ist daher dringend zu empfehlen. Die Wanderungen durch die dichtbewachsenen Bergwälder dauern oft mehrere Stunden und fordern hitzeempfindlichen Europäern eine Menge Durchhaltevermögen ab.

120 Säugetierarten
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Die Mühe lohnt sich aber, denn man hat gute Chancen, auch Schimpansen, Meerkatzen oder eine der anderen 120 Säugetierarten des Parks zu sehen. Für das Zusammentreffen mit den Gorillas gelten strenge Sicherheitsvorschriften - zum Schutz der Tiere. Aufgrund ihrer genetischen Ähnlichkeit mit dem Menschen könnten sich diese leicht eine Erkältung oder ähnliches einfangen. Da ihr Immunsystem mit den fremden Erregern nicht vertraut ist, würden sie qualvoll daran zugrunde gehen.

Der Südwesten Ugandas beherbergt noch eine Reihe weiterer Nationalparks. Der bekannteste unter ihnen ist der am Edwardsee gelegene Queen Elizabeth Park. Noch etwas im Verborgenen entfaltet sich dagegen das größte Reservat des Landes: Murchison Falls am Albertsee. Früher gehörte es einmal zu den beliebtesten Nationalparks in ganz Ostafrika. Bei seiner Instandsetzung helfen der ugandischen Regierung mehrere deutsche Entwicklungsorganisationen. Murchison Falls ist über Kampala in fünf Autostunden bequem zu erreichen. Die Pisten im Park sind allerdings stellenweise tief zerfurcht. Ohne ein geländegängiges Fahrzeug gibt es hier kaum ein Durchkommen.

Üppige Flora ist ein Erlebnis weiterblättern
 
Last edited: tea 03.12.2004 16:07