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Phoenix

"Silicon Desert" und "Golfhauptstadt der Welt"

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Alternative zum Grand Canyon: Am Colorado National Monument können Besucher die Natur des "Wilden Westens" in Ruhe genießen.

Die Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona schmückt sich gleich mit zwei Titeln: Dank ihrer Industrie gilt sie als "Silicon Desert", aber auch - trotz Wüstenhitze - als "Golfhauptstadt der Welt".

Als europäische Siedler im 19. Jahrhundert Amerikas Wilden Westen eroberten, stießen sie in der Sonora-Wüste an den Salt River und errichteten dort 1860 eine Siedlung. Sie nannten sie Phoenix - in der Erwartung, dass sich dem Sagenvogel gleich eine neue Stadt aus dem Boden erheben werde, auf früher das Volk der Hohokam-Indianer gelebt hatte. Mit dem Bau der Eisenbahn 1887 begann das Wachstum, zwei Jahre später machten die Politiker Phoenix zur Hauptstadt des Territoriums Arizona. Die Einwohnerzahl einschließlich der Vororte liegt inzwischen bei gut drei Millionen.

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Boomende Stadt in der Wüste - Phoenix verzeichnet seit Jahren eine der größten Wachstumsraten in den USA.

An die wilde Zeit der Gründerjahre erinnern heute nur noch Überlieferungen und liebevoll restaurierte Gebäude. Zum Beispiel in Scottsdale, dem touristischen "Filetstück" der Region: Die wenigen Dutzend Häuser im alten Dorfzentrum aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurden zu Restaurants und Boutiquen umgewandelt.

Durch die großzügig so genannte Hauptstraße reitet regelmäßig Geoffrey in seinem Cowboydress und mit seiner Gitarre. Er singt im Auftrag des lokalen Touristikamtes die Lieder, die den Wilden Westen und das vermeintlich freie Leben der Kuhhirten verherrlichen. "Mir gefällt mein Job", sagt er lächelnd, und die Touristen mögen seinen Gesang.

Immer mehr Besucher aus Deutschland

Gut zwölf Millionen Besucher kommen jährlich in den Großraum Phoenix, sagt Scott White vom städtischen Tourismusamt. "62 Prozent davon machen Urlaub, die anderen sind Geschäftsleute." Viele seien Stammgäste, die auch die milden Wintermonate schätzen. Die meisten der jährlich mehr als 150.000 Arizona-Reisenden aus Deutschland kommen White zufolge auch in die Hauptstadt. Unter den ausländischen Gästen stehen die Deutschen nach Mexikanern und Kanadiern schon an dritter Stelle.

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Das "Independence Monument" ist der Rest einer einstmals massiven Felswand.

Der Bürgermeister von Phoenix, Skip Rimsza, rechnet in Zukunft mit noch mehr Besuchern aus Deutschland. Denn seit dem Frühjahr fliegt die Lufthansa mit einem Airbus A340 täglich von Frankfurt aus ins Zentrum Arizonas. Die erste Nonstop-Verbindung mit dem europäischen Kontinent soll vor allem die Geschäftsverbindungen fördern. "Wir erwarten eine lange Partnerschaft", sagt Rimsza, in dessen Stadt vor allem die Elektronikindustrie neue Arbeitsplätze schafft.

Das Geschäftszentrum von Phoenix trägt alle Insignien der neuen Zeit. Auf den großzügig angelegten Straßen zwischen den modernen gläsernen Hochhaustürmen sieht man keine Fußgänger. Dafür gibt es genügend Parkplätze für den unentbehrlichen fahrbaren Untersatz. Geschäfte aller Art, Restaurants und Kinos finden sich geballt in den Einkaufszentren. Die Stadt ist stolz auf ihr kulturelles Angebot: Internationalen Ruf genießt das private Heard-Museum, das Indianerkunst und -handwerk aus der Vergangenheit und der Gegenwart zeigt. Es hat sich auch zum Ziel gesetzt, bei modernen Menschen das Verständnis für die Urbevölkerung Amerikas zu wecken.

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Ausflug zu den Riesenkakteen - der Sonnenuntergang wirkt in der Wüste im Umland von Phoenix oft besonders dramatisch.

Die Sonora-Wüste ist wie ein exotischer Garten

Auf Ausflügen in andere Teile Arizonas kann der Besucher auf lebendige Indianertraditionen treffen. Der dünn besiedelte Staat hat 23 Reservate eingerichtet, in denen Fremde nicht überall willkommen sind. Wer nur einen Kurzausflug in die Sonora-Wüste mit ihren einzigartigen, mehrere Meter hohen Saguaro-Kakteen machen will, braucht nur eine der angebotenen Off-Road-Touren zu buchen, die es auch zu Pferde gibt. Die Vegetation der Dürrezonen lässt sich auch bestens im größten Botanischen Garten seiner Art betrachten, wo mehr als 20.000 Pflanzenarten aus aller Welt wachsen.

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Horst Heinz Grimm, gms

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