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Der Schlosspark von Versailles:

Auf den Spuren des "Sonnenkönigs

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Versaille

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Versailles - Egal ob im Frühling, im Sommer oder im Herbst: Die Gärten französischer Schlösser gleichen kleinen Paradiesen. Als lebendige Zeugen des Zeitgeistes früherer Herrscher haben sie bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.

Besonders gilt das für den Schlosspark von Versailles. Die Barock-Anlage des Gartenarchitekten André Le Nôtre, eigens geschaffen für den "Sonnenkönig" Ludwig XIV., ist trotz vieler Nachahmungen in ihrer Perfektion einzigartig geblieben.

Wo einst sein Vater Ludwig XIII. ein vergleichsweise bescheidenes Jagdschlösschen besaß, ließ der "Sonnenkönig" einen prunkvollen Palast in enger Symbiose mit ihn umgebenden Natur bauen. Denn während der Hof des Vaters eher einem rastlos wandernden Staat im Staate glich, hatte sich der junge König in den Kopf gesetzt, "sesshaft" zu werden und sein Gefolge möglichst unter steter Kontrolle zu haben.

Symbole der Königsmacht: Alleen, Kanälen und zahllosen Wegen

Schon bei der Führung durch die Prunkgemächer des Herrscherpaares und durch den historischen Spiegelsaal wird der Blick des Besuchers von den unendlich groß erscheinenden Gartenanlagen angezogen. Das Auge folgt der Blickachse mit Alleen, Kanälen und zahllosen Wegen, die sich strahlenförmig am Horizont verlieren. Sie stehen als Symbole für die Macht des Königs, der uneingeschränkter Mittelpunkt seines Reiches war. Von der Schlossterrasse aus schweift der Blick zu Wasserbecken, an deren Ränder Statuen die Ströme und Flüsse des Reiches darstellen sollen.

"Vergewaltigung" oder "Veredelung" der Natur?

Kunstvoll gestaltete Brunnen und Wasserspiele, geometrisch ausgerichtete Gärten und lichte Haine laden zum Spaziergang ein, vorbei an Terracotta-Vasen und zahlreichen Standbildern von Figuren der griechischen Mythologie aus Marmor, Stein und Bronze. Das Zentrum der monumentalen Anlage bildet der Brunnen des Apollo, griechischer Gott des Lichtes, der Dichtung und der Musik. Der König, der ein ausgezeichneter Gastgeber gewesen sein soll, hatte nicht nur ein Faible für seltene Bäume, Blumen und andere Pflanzen. In jungen Jahren liebte er auch Tanz, Musik und Theater - Vergnügungen, die sich meist unter freiem Himmel abspielten und für die eine passende Umgebung geschaffen werden musste.

Mauern, Pavillons und Terrassen, Portale, Arkaden und Treppen wechseln sich ab mit ornamentartig angelegten Beeten. Eingefasst von gestutzten Buchsbaumhecken gleichen diese gestickten Teppichen. Gegner dieser streng geometrischen Form von Gärten sprechen von einer "Vergewaltigung" der Natur, anderen sehen darin ihre "Veredelung".

Fontänen nur für den Monarch

Kosten scheute der "Sonnenkönig" weder bei der Einrichtung des Palastes noch bei der Gestaltung des Parks. Für den Bau des komplizierten Wassernetzes für Brunnen, Teiche und Wasserspiele ließ er die Gebrüder Francine aus Italien kommen. Um allerdings den Wasserverbrauch in Grenzen zu halten, sprudelten nur ausnahmsweise die Fontänen gleichzeitig. Lustwandelte der Monarch mit Höflingen, Ministern oder Hofdamen durch die Gärten, hörten die Wasserspiele auf, sobald er ihnen den Rücken zugedreht hatte.

Eine weitere Kostbarkeit der Gartenanlagen ist die Orangerie. Über zwei prächtige Marmortreppen ist sie mit den Gemächern der Königin Marie Antoinette im Südtrakt des Schlosses verbunden. Wer mehr für Landschaftsgarten englischen Stils übrig hat, wird besondere Freude rund um das Schlösschen Petit Trianon finden. Und dabei vielleicht an Königin denken, die sich dort besonders gern aufhielt.

Irmgard Wilke, dpa - Fotos: gms

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