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Auf den Spuren der Geheimdienste:

Top Secret in Washington

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Washington

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Washington - Agenten verrichten ihre Tätigkeiten meist unmerklich für ihre Umgebung. Derart geheimnisumwittert, liefern Spione seit Jahrzehnten immer wieder neuen Stoff für Krimis und Film-Thriller.

Im neu eröffneten Internationalen Spionagemuseum in Washington können Besucher jetzt erleben, wie das echte Agentenleben aussieht - und sie erkennen, dass die Wahrheit meist weitaus weniger spektakulär ist als bei James Bond und seinen Leinwandkollegen.

Geschichte und Methoden von Geheimdiensten wie dem britischen MI5, dem sowjetischen KGB und der amerikanischen CIA stehen im Mittelpunkt der Schau. Beleuchtet wird anhand von Videos und Ausstellungsstücken allerdings nur die Vergangenheit. Die Gegenwart bleibt streng geheim.

Und wer verbirgt sich dort hinter der Zeitung?

Eine Stippvisite in der "School of Spies" - der "Schule der Spione" - jagt den Besuchern kleine Schauer über den Rücken: Angesichts der Ausstellungstücke fragt sich sicherlich so mancher, ob er nicht beobachtet oder sogar verfolgt wird. Verstecken sich Agenten vielleicht im Luftkühlschacht des Museums, um Gespräche abzuhören? Und wer verbirgt sich dort hinter der Zeitung, dem dunklen Bart, der großen Brille? Spione sind wahre Verwandlungskünstler, denen niemand leicht auf die Schliche kommt, lernen die Agentenschüler.

Ihre Blütezeit hatten Spione während des Zweiten Weltkriegs und später während des Kalten Kriegs. Aus diesen Zeiten finden sich in der Ausstellung beispielsweise Schaftstiefel der britischen Luftwaffe, die von den Piloten mit einem eingebauten Taschenmesser in unauffällige Straßenschuhe verwandelt werden konnten. Ein weiteres Ausstellungsstück ist die von den Nationalsozialisten eingesetzte Verschlüsselungsmaschine Enigma. Einer alten Schreibmaschine ähnlich, war Enigma so kompliziert, dass die Alliierten den Code erst 1943 brechen konnten.

"Berlin Spy City": Hochburg der Spionage im Kalten Krieg

INFO-KASTEN: Spymuseum

Internet unter http://www.spymuseum.org

Der Kalte Krieg brachte neue Technologien und sah die Geburt der Spionage-Fotografie - inklusive Armbanduhr- und Knopflochkameras, wie die Ausstellung zeigt. Ebenfalls zu sehen ist die mit einem einzigen Schuss versehene Lippenstiftpistole - der so genannte Todeskuss.

Die Abteilung "Berlin Spy City" zeigt schließlich die deutsche Hauptstadt als Hochburg der Spionage im Kalten Krieg, in der sich Agenten aus Ost und West trafen. Ein Stück wieder aufgebauter Tunnel symbolisiert nicht den Fluchtweg vieler Ostdeutscher, sondern den 500 Meter langen Tunnel, den die Amerikaner unter der Mauer hinweg bauten, um Ost-Berliner Telefonleitungen nach Moskau anzuzapfen. Während CIA-Agenten Gespräche abhörten, informierte allerdings ein Doppelagent den KGB, worauf die Russen die Leitungen gezielt für Fehlinformationen nutzten - auch das lernen die Besucher des Museums.

Frauke de Looper, dpa

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