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Wanderreiten im Westerwald:

Mit Pferden die Höhen und Tiefen erkunden

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Westerwald

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Montabaur - Im Wald ist es ruhig. Die letzten Strahlen der Abendsonne scheinen durch die Baumkronen, und auf dem dunklen Waldboden bilden sich kleine Lichtkringel.

Die Stille wird nur vom regelmäßigen Stampfen der Pferdehufe unterbrochen. Ab und zu ist ein Schnauben zu hören. Das Tempo des Rittes ist gemächlich. Trotzdem sind Pferde und Reiter gegen Ende des Tages erschöpft, sie waren lange unterwegs. Die Gruppe der Wanderreiter kommt vom Reiterhof Montabaur im Westerwald und ist auf Burgentour an Lahn und Rhein.

Da der Westerwald aus großen, zusammenhängenden Waldstücken besteht, ist er geradezu ideal für Wanderritte. Nur selten muss in dem Mittelgebirge eine Landstraße überquert werden. Die Täler des Westerwaldes sind an vielen Stellen tief eingeschnitten und ähneln dem Voralpenland. Häufig müssen die Pferde auf schmalen Pfaden in eine Senke herabsteigen oder einen der etwa 300 bis 600 Meter hohen Berge erklettern. Lohn der Anstiege sind schöne Ausblicke über die Hochebenen und ausgedehnte Galoppstrecken über die Wiesen.

Ausflüge durch wild-romantische Wälder

Wer kein eigenes Pferd hat, kann sich auf zahlreichen Höfen eines mieten und an geführten Ein- oder Mehrtagestouren teilnehmen. Die Ausflüge durch die wild-romantischen Wälder eignen sich auch für Anfänger, denn die Pferde sind in der Regel ruhig und ausgeglichen. Selbst übermütige Rösser haben sich spätestens am zweiten Tag der Tour an ihre Reiter gewöhnt. Diese werden entdecken, dass der zügige, aber langsame Schritt geübter Wanderreitpferde die ideale Reisegeschwindigkeit ist: Man ist schnell genug, um 30 Kilometer am Tag zurückzulegen, kann aber trotzdem die Landschaft genießen.

Vorsicht vor unfreiwilliger Dusche: Pferde wälzen sich gern im Wasser

Wichtig für Pferd und Reiter sind ausreichende Pausen. Die meisten Veranstalter bieten dafür eine gut gepackte Satteltasche. Beim großen Halt am Mittag wird das Essen zu einer Hütte oder einem Rastplatz gefahren. Häufig liegen die Stopps an kleinen Bachläufen, an denen die Tiere trinken können. Aber Vorsicht: Pferde wälzen sich gern im Wasser - für die Reiter bedeutet das oft eine unfreiwillige Dusche.

INFO-KASTEN: Westerwald

Westerwald Gäste-Service, Kirchstraße 48a, 56410 Montabaur (Telefon: 02602/300 10, Fax: 02602/30 01 15)
E-Mail: info@westerwald-touristik.de
Internet: www.westerwald-touristik
Touristik im Nassauer Land e.V., Schloßstraße 6, 56377 Nassau, (Tel.: 02604/97 02 30; Fax: 02604/97 02 24)
E-Mail: info@nassau- touristik.de
Internet: /www.nassau-touristik.de

Die Wanderreiter aus Montabaur sind vier Tage unterwegs und durchqueren den Westerwald bis zu seiner südlichen Grenze, der Lahn. Nach einem Blick auf die Burg Nassau geht der Weg weiter in den Taunus zum Rheintal, vorbei an der Marksburg und der Burg Reichenberg zurück in den Westerwald. Dies ist nur eine Route von vielen: Im nördlichen Teil bieten sich unter anderem Ritte rund um Hachenburg durch die Kroppacher Schweiz und die Westerwälder Seenplatte an.

Quartiere - meist einfach, aber dafür umso gemütlicher

Für die Übernachtung bieten zahlreiche Höfe und Pensionen Betten für müde Reiter und Boxen für die Vierbeiner an. Mehr als 30 Gastgeber und Veranstalter von Wanderritten haben die Broschüre "Natururlaub bei Freunden" herausgegeben. Dort stellen sich auch erfahrene Rittführer vor, die Gruppen auf ihrem Weg begleiten.

Die Quartiere auf den Wanderreitstationen sind meist einfach, aber dafür umso gemütlicher. Auf vielen Höfen kocht noch die Chefin selbst. Und wenn Norweger-Pony Onyx und die anderen Pferde schon lange ihren Hafer bekommen haben und in ihren Boxen ruhig am Heu knabbern, sitzen die Wanderreiter noch gemütlich bei Bier und Wein zusammen und besprechen die nächste Tour durch den Westerwald.

Andrea Löbbecke, dpa - Fotos: gms

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