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Geister, Lamas, Wikinger:

Yorkshire hat viel Kurioses zu bieten

YORKSHIRE

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  • York - Yorkshire wirkt wie ein Schmelztiegel für Tradition, Moderne und skurrile Kuriositäten: Überall stoßen Besucher hier auf eine Welt voller Naturschönheiten und Kulturstätten, die durch Legenden, Aberglauben und geschichtliche Ereignisse von etwas Mythischem ummantelt werden.

    Nicht umsonst trägt York, das Herz des nordenglischen Landstrichs, den Beinamen "Stadt der 1000 Geister". Und natürlich wird aus dem vermeintlichen Spuk Kapital geschlagen, indem nächtliche Geistertouren für Touristen angeboten werden.

    Doch die Stadt mit ihren 90 000 Einwohnern, die von den Wikingern den Namen Jorvik erhielt, hat viel mehr als nur Gruseliges zu bieten: Innerhalb der viereinhalb Kilometer langen mittelalterlichen Stadtmauer durchziehen historische Gassen wie die ehemalige Metzgergasse Shambles oder Stonegate mit einer Vielzahl von Geschäften die City, die als einige von wenigen in England für den Autoverkehr gesperrt ist. Mittelpunkt Yorks ist aber fraglos die Kathedrale, die als zweitgrößte gotische Kirche der Welt gilt. Der 1220 begonnene Bau des monumentalen Gebäudes dauerte 250 Jahre.

    Zeitreise per Magnetbahn bis ins Jahr 975

    Eine ganze Weile hat es auch gedauert, bis Archäologen Ende der siebziger Jahre in der Coppergate umfangreiche Wikingerfunde machten. Sie wurden Grundlage für ein außergewöhnliches Museum, in dem die Besucher in einer Art Zeitreise mit einer Magnetbahn bis ins Jahr 975 gelangen. Seit der Eröffnung des "Jorvik Viking Centre" im Jahr 1984 kamen rund zwölf Millionen Besucher. Mit Millionen-Aufwand ist das Museum gerade erneuert worden. Es zeigt jetzt mit den technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts das Leben in York vor über 1000 Jahren.

    Wer abseits des geschäftigen Treibens und des emsigen Nachtlebens Yorks Entspannung in der Natur sucht, hat viele Möglichkeiten. Zu den ausgefallensten zählen wohl Trekkingtouren mit Lamas in der Küstenregion nahe Whitby: Wellington Lodge Llamas in Staintondale bietet Wanderungen von drei Stunden bis mehreren Tagen Dauer an.

    Trekkingtouren mit Lamas - Königin Victoria holte sie aus Südamerika

    "Wir hatten eine Farm, aber die war unrentabel geworden", erzählt Bruce Wright von den Anfängen seines Unternehmens. "Und wir wollten keine Pferde-Touren wie viele andere machen, sondern etwas ganz anderes." So kam er auf die Idee mit den Lamas. Das Lasttier wurde zu Zeiten Königin Victorias aus Südamerika auf die Insel geholt. Heute gibt es rund 5000 Lamas in Großbritannien. In diesem Sommer freilich haben Bruce Wright und seine Mitarbeiter noch mit den Folgen der Maul- und Klauenseuche auf der Insel zu kämpfen: Die Behörden haben noch nicht wieder grünes Licht für die Touren gegeben. "Wir starten aber sofort, wenn die Freigabe kommt", sagt Bruce. Saisonzeiten gibt es dabei nicht: Auch im Winter sind die Lamas in Yorkshire unterwegs.

    Informationen:

    British Tourist Authority, Westendstraße 16-22, 60325 Frankfurt (Tel.: 01801/46 86 42 zum Ortstarif, Fax: 069/97 11 24 44);
    Jorvik Viking Centre (Tel. von Deutschland: 0044/1904/64 32 11, - Homepage: http://www.jorvik-viking-centre.co.uk ;
    Wellington Lodge - Homepage http://www.llamatreks.co.uk .

    Yorkshire kann aber auch mit alten Dampfeisenbahnen entdeckt werden, die durch die von Heidekraut bedeckten Hügel der North York Moors rund 35 Kilometer von Pickering nach Grosmont fahren. Hier fuhr 1968 die letzte Dampflok Englands im regulären Fahrplan. Wer sich auf die eigene Kondition verlässt, findet in den Yorkshire Dales ein rund 2500 Kilometer umfassendes Netz von Wanderwegen. "In den vergangenen zehn Jahren ist das Interesse am Wandern in England förmlich explodiert", berichtet Mark Reid, Autor mehrerer Wanderführer. 25 Touren hat er in seinem Buch "The Inn Way" beschrieben. Sie führen auf die Höhenzüge der bergigen Landschaft - und von Pub zu Pub, wo getrunken, gegessen und übernachtet werden kann.

    Lohnenswert: Besuch der Fountain Abbey

    Lohnenswert ist auch ein Besuch der Fountain Abbey und der Studley Royal Water Gardens, die zu den wenigen Gärten des 18. Jahrhunderts zählen, die in Großbritannien noch in ihrer Originalform erhalten sind. Und die Ruinen des Klosters am Rande der Dales, das 1132 gegründet worden war, gelten als die am besten erhalten Überreste einer Zisterzenserabtei im ganzen Land.

    Andreas Schirmer, gms

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