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Skifahren im Tiroler Zugspitzgebiet:

Viel Piste, wenig Party

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ZUGSPITZE

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  • Biberwier/Lermoos - Die Lifte haben gerade ihren Betrieb aufgenommen, unruhig wippt eine Gruppe Nachwuchs-Snowboarder im Schnee auf und ab. Makellos weiß und in sanften Wellen liegt der unterste Abschnitt des Marienbergjochs vor ihnen - ein ideales Revier für Wintersportanfänger. Vor allem an den Wochenenden tummeln sich deshalb etliche Skikursgruppen auf den Pisten hier im Tiroler Zugspitzgebiet. Doch auch Fortgeschrittene kommen auf den zahlreichen Abfahrten und Loipen der Region auf ihre Kosten.

    Niederländisch, Französisch, manchmal auch Italienisch ist in den Schlangen am Lift zu hören. Daneben gilt die Region auch als eine Art "Hausskigebiet" für viele Wintersportler aus dem nahen München. Im Wortsinne lassen sie auf dem Weg in die Berge die Skigebiete auf der deutschen Zugspitzseite links liegen und kurven stattdessen weiter in Richtung Österreich. Vor allem die größere Ruhe und die kürzeren Warteschlangen an den Liften locken sie die in das weitläufige Tal.

    Nicht einmal zehn Minuten bis Gipfel

    Der größte Ort auf der Tiroler Zugspitzseite ist mit rund 2400 Einwohnern und etwa 4000 Gästebetten Ehrwald. Die Skigebiete wie die Ehrwalder Alm sind hier eher unspektakulär. Ehrwald ist aber auch der Ausgangspunkt, um mit der Kabinenbahn von der österreichischen Seite aus auf die Zugspitze hinauf zu kommen. Nicht einmal zehn Minuten dauert die Fahrt bis zum 2961 Meter hoch gelegenen Gipfel.

    Gemächlicher geht es in Biberwier zu. Selbst in der Hochsaison muss hier an den Liften des Skigebiets Marienbergjoch nur selten lange gewartet werden. Der Bereich unter der Talstation ist oft fest in der Hand von Ski- und Snowboard-Kursen - in vollbesetzten Bussen kommen sie meist schon an, bevor die Lifte ihren Betrieb aufnehmen.

    "Und springen, springen, springen"

    Vor der ersten Abfahrt des Tages steht für alle das Aufwärmen. "Und springen, springen, springen", kommandiert der Snowboard-Lehrer seine Zöglinge. Daneben kämpfen "Skizwerge" mit den Tücken dieses Sports: Hier klemmt eine Skischuhschnalle, dort schließt eine Bindung nicht richtig. Während die Kleinen schließlich zum Babylift hinüberrutschen, steigen die künftigen Snowboarder gleich in den Sessellift zur Mittelstation. Von unten sieht alles ganz harmlos aus.

    Doch oben am Marienbergjoch findet sich auch anspruchsvolleres Gelände. Auf einer Buckelpiste und einem meistens unpräparierten, häufig wegen Lawinengefahr gesperrten Steilhang können Fortgeschrittene ihr Können und ihre Kondition auf die Probe stellen.

    Eisiger Wind und kahle Hänge

    Um einiges größer ist das Skigebiet von Lermoos, dem zweitgrößten Ort im Tal. Wie ein Netz ziehen sich die Abfahrten über den 2233 Meter hohen Grubigstein. An der Mittelstation teilen sich die Ströme der Skifahrer und Snowboarder. Wer ohne größere Anstrengungen Ski fahren will, startet von hier aus zurück ins Tal. Die anderen fahren weiter nach oben. Eisig weht dort der Wind über die fast völlig kahlen Hänge. Skifahrer haben die Wahl zwischen einer ganzen Reihe von Abfahrten, eine davon ist jedoch wirklichen Könnern vorbehalten. Die "Kanonenabfahrt" macht ihrem Namen allen Ehre - fast schon halsbrecherisch steil geht es auf ihr nach unten.

    INFO-KASTEN: Zugspitze

    Verkehrsbüro Biberwier, A-6633 Biberwier (Tel. von Deutschland: 0043/56 73/29 22, Fax: 0043/56 73/34 94) Verkehrsbüro Ehrwald, A-6632 Ehrwald (Tel.: 0043/56 73/23 95, Fax: 0043/56 73/33 14)
    E-Mail: ehrwald@zugspitze.tirol.at
    Internet: www.tiscover.com/ehrwald
    Verkehrsbüro Lermoss, A-6631 Lermoos (Tel.: 0043/56 73/24 01, Fax: 0043/56 73/26 94)
    E-Mail: www.tiscover.com/lermoos

    Das Zugspitzgebiet ist aber nicht nur ein Ziel für Alpinskifahrer. Für Langläufer werden etliche Kilometer an Loipen gespurt. Immer mit Blick auf die Zugspitze können Langläufer zum Beispiel von Heiterwang aus quer durch das Tal bis nach Ehrwald und Biberwier laufen. Werden die Schneeverhältnisse im Tal zum Frühjahr hin schlechter, finden sich eine Etage höher bessere Bedingungen. Auf verschiedenen Höhenloipen ist Langlauf in der Regel bis in den März hinein möglich.

    Landschaft, die zu neuen Romanen inspirieren

    Dazu kommen Tiefschneegebiete für Tourengeher und der Skiwanderweg von Ehrwald durch das Gaistal ins benachbarte Leutasch. Hier können sich Urlauber auf die Pfade des bayerischen Heimatschriftstellers Ludwig Ganghofer begeben, der das Tiroler Zugspitzgebiet zu seiner Wahlheimat erkoren hatte. Von Ehrwald aus ging er ins Gaistal zur Jagd und ließ sich von der Landschaft zu neuen Romanen inspirieren.

    Mehr rasant als romantisch ist das so genannte Mondscheinrodeln. Jeden Mittwoch können Kinder und Erwachsene auch abends auf die Rodelbahn von Lermoos. Im Fackellicht flitzen die Schlitten und Rodel ins Tal. Unten glitzern die Lichter der Orte im Schnee, und über allem wacht, sich dunkel gegen den Himmel abhebend, die Zugspitze.

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