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«Love Story»-Autor Erich Segal ist tot

New York/London Der amerikanische Schriftsteller Erich Segal, der mit dem Liebesroman «Love Story» Millionen von Menschen zu Tränen gerührt hat, ist tot.

Segal starb bereits am Sonntag an einem Herzinfarkt, berichtete die «New York Times» und beruft sich auf dessen Tochter Francesca. Ihren Angaben zufolge habe ihr Vater - Literaturprofessor und Buchautor - 25 Jahre lang an Parkinson gelitten. Segal wurde 72 Jahre alt.

Neben der Schriftstellerei lehrte Segal an Elite-Universitäten wie Yale, Harvard, Princeton und dem britischen Oxford klassische und vergleichende Literaturwissenschaft. Er schrieb Drehbücher für Filme, darunter den Beatles-Streifen «Yellow Submarine», «Olivers Story» und «Jahreszeiten einer Ehe». Zu seinen weiteren Romanen aus den 1990er Jahren zählen «Die Ärzte», «Die Gottesmänner» und «Der Preis des Ruhms».

Mit «Love Story» war ihm 1970 ein Überraschungserfolg gelungen. Der Roman war damals das meistgelesene Buch in den USA und ist inzwischen weltweit mehr als 20 Millionen Mal verkauft worden. Auch der gleichnamige Film mit Ryan O'Neal und Ali MacGraw als heillos romantischem Liebespaar wurde ein Welterfolg. Die Einnahmen retteten das Studio Paramount damals vor dem sicheren Untergang, schrieb die Zeitung.

Segal lieferte auch das Skript für den Filmhit und gewann damit die Golde-Globe-Trophäe für das beste Drehbuch. «Love Story» wurde für sieben Oscars nominiert, darunter auch für Segals Drehbuch, bekam am Ende die Auszeichnung aber nur für die beste Filmmusik. Während sich Leser in aller Welt für die Liebesgeschichte begeisterten, fiel sie bei den meisten Kritikern durch. Als der Titel 1971 als Anwärter auf einen National Book Award vorgeschlagen wurde, ging die Jury für den renommierten Literaturpreis auf die Barrikaden und drohte, ihr Amt niederzulegen.

Der einstige Harvard-Absolvent und Sohn eines orthodoxen New Yorker Rabbiners wuchs in Brooklyn auf und lehrte zuletzt am Wolfson College im englischen Oxford. Er war seit 1975 mit Karen James verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte. Von Nada Weigelt und Barbara Munker, dpa

dpa-infocom