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Brawn tippt auf «Schumi» - Rosberg-Premiere

Hamburg Im Rennen der Formel-1-Weltmeister setzt Ross Brawn auf Michael Schumacher, mit einem Paukenschlag des Rekordchampions gleich beim WM-Auftakt rechnet der Mercedes-Teamchef aber nicht unbedingt.

«Die Zeit ist knapp. Ich glaube nicht, dass Michael gleich das erste Rennen gewinnen kann», sagte «Superhirn» Brawn. Schumacher werde ein paar Rennen brauchen, bis er sich an die anderen Autos und die vielen neuen Piloten gewöhnt habe. «Dann hoffe ich auf den altbekannten Schumi. Das war ja immer seine Stärke: Er konnte sich stets unglaublich schnell anpassen und lernen», so der Teamchef von Mercedes Grand Prix in einem Interview der «Bild»-Zeitung.

Daher tippt Brawn, der maßgeblich an allen sieben WM-Titeln Schumachers bei Benetton Renault (2) und Ferrari (5) beteiligt war, auch auf «Schumi». Zumindest im Vergleich mit dem aktuellen Champion Jenson Button im McLaren-Mercedes, dem zweimaligen Titelträger Fernando Alonso (2005/2006), der nun für Schumachers Ex-Team Ferrari Gas gibt, und dem 2008-Triumphator Lewis Hamilton ebenfalls im McLaren. «Wenn ich auf einen von ihnen wetten müsste, sage ich klipp und klar: Michael wird Weltmeister», antwortete Brawn auf die entsprechende Frage.

Nico Rosberg habe auch das Zeug zum Titel, keine Frage, betonte er zudem. «Er hat das Talent und die Ernsthaftigkeit, ein großer Fahrer zu sein.» Die Ehre der Jungfernfahrt mit dem neuen Silberpfeil wird Schumachers Teamkollegen jedenfalls schon mal zuteil. Der 24-jährige Wiesbadener soll den neuen Dienstwagen am 1. Februar beim Auftakt der offiziellen Testfahrten in Valencia als Erster pilotieren. «Nico wird das neue Auto als Erster fahren. So war es von Anfang an angedacht, noch ehe Michael zu uns ins Team kam», verriet Brawn, nachdem Schumachers Rückkehr in die Formel 1 nach drei Jahren Pause erst am 23. Dezember bekanntgegeben worden war. Zusammen werden sich Schumacher & Co am 25. Januar in Stuttgart präsentieren - dann noch mit einem alten Brawn-Rennwagen im neuen Silberpfeil-Look.

Der interne Zweikampf zwischen dem 41-jährigen Schumacher, 91 Renn-Siege, und Rosberg, der noch auf seinen ersten Grand-Prix-Erfolg wartet, werde «sehr interessant», befand Brawn. «Sie können sich noch nicht einschätzen. Diese Kombination gefällt mir deshalb auch so gut.» Dass Rosberg in der Paarung als der Herausforderer gelten dürfte, erscheint fraglos.

Auf eine Nummer 1 dürfte sich das Team offiziell und öffentlich aber wohl kaum festlegen. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte allerdings bekundet, dass man für diese Fragen einen Teammanager habe. «Ross Brawn ist einer der besten. Wenn dies nicht so wäre, hätte er nicht vom Start weg beide WM-Titel in der vergangenen Saison gewonnen.» Brawn werde seine Entscheidung zum Besten der Piloten und des Konstrukteurs treffen, so Zetsche weiter.

Rosberg selbst betonte in einem Interview jüngst in der französischen Zeitung «La Tribune», dass beide Fahrer absolut gleich behandelt würden. «Die Tatsache, dass Ross Brawn sehr nah an Michael Schumacher ist, hat mich zweifeln lassen, aber ich habe in den vergangenen Tagen mit Ross gesprochen und nun bin ich mir sicher, dass es zwischen mir und Michael keinen Unterschied geben wird», so Rosberg. Das sei die Mercedes-Philosophie und dies sei auch sehr wichtig.    

Der erfahrene Brite Brawn, der nach seinem Sabbatjahr 2009 durchstartete und den Fahrertitel (Button) und die Krone bei den Konstrukteuren holte, hat bei Schumacher auf alle Fälle schon die alte Leidenschaft wiederentdeckt. «Die Formel 1 war für ihn Ende 2006 eine Belastung. Nicht das Fahren, aber alles, was sonst noch dazu gehört. Er fühlte sich gehetzt. Das Gefühl ist jetzt vorbei. Ich spüre wieder die alte Begeisterung bei ihm», sagte Brawn, der mit einem Anruf Ende November das Sensations-Comeback des Kerpeners in die Gänge gebracht hatte.

dpa-infocom


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