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  • Die Neuheiten auf der Internationalen Automobil Ausstellung:

    Premieren und Prinzessin

    Frankfurt/Main (gms) - Vom 11. bis 21. September wird Frankfurt zum Mekka der Motorfreunde. Dann startet in der Main-Metropole die Internationale Automobil Ausstellung (IAA). Nicht weniger als 1100 Auto- und Motorradhersteller aus 41 Ländern wollen die Messehallen füllen.

    Und sie haben 33 Weltpremieren, acht europäische und 14 deutsche Neuvorstellungen angekündigt, soviel wie auf keiner IAA zuvor. Außer Autos, Motorrädern und Sonderfahrzeugen werden auch Anhänger, Teile und Zubehör, Telematik und Tuning sowie Autopflege, Kleidung und viel Literatur präsentiert. Im Mittelpunkt der zehntägigen Schau der Superlative steht aber wie immer alles, was vier Räder hat. Für die Messeknüller sorgen diesmal die deutschen Autobauer VW, Opel, Porsche und Mercedes - und wahrscheinlich Rover. Denn trotz aller aufsehenerregenden automobilen Neuheiten wird womöglich eine Lady den polierten Blech-Prinzen der Messe die Schau stehlen.


    Rover Freelander
    Prinzessin Diana soll am Rover-Stand den neuen Freizeit- und Geländewagen Freelander, die englische Antwort auf den Toyota RAV 4, enthüllen. Dafür haben die Briten sogar zwei Defender-Geländewagen für ein Hilfswerk der Prinzessin springen lassen. "Ihre mündliche Zusage haben wir schon", sagt Rover-Sprecher Rüdiger Assion.

    Verkaufskönige

    Während der Auftritt der Prinzessin wohl konkurrenzlos bleiben wird, bietet die IAA aber auch erste Vergleichsmöglichkeiten der Verkaufskönige: Die Nachfolger von VW Golf und Opel Astra erleben in Frankfurt ihre Premiere. Der Produktionswettlauf der letzten Monate scheint jedoch schon jetzt zugunsten der Wolfsburger entschieden zu sein. Während Opel den Astra II zwar auf der Messe zeigen, der Verkauf jedoch voraussichtlich erst Anfang 1998 starten wird, rollt der Golf IV direkt nach der IAA zu den Händlern.


    Golf IV
    17 millionenmal wurde Europas meistverkauftes Auto bislang gefertigt. An einem derart erfolgreichen Volkswagen bastelt man nicht herum. Deshalb wurde der Golf optisch nur wenig geändert, ein wenig runder und aerodynamischer, ein wenig länger (zwölf Zentimeter), eine Spur breiter (zwei Zentimeter). Unterm Blech verspricht die neue Plattform-Strategie im VW-Konzern von der Mechanik bis zu den Motoren ein ähnliches Konzept wie beim Audi A3. Lediglich Fahrwerk, Lenkung und Bremsen werden den Unterschied ausmachen. Und im Preis soll der Imageträger ausstattungsbereinigt "nach unten positioniert" werden - also gibt es mehr Ausstattung fürs Geld.

    Optisch pfiffiger


    Neuer Astra
    Sein Rüsselsheimer Konkurrent kommt dagegen optisch pfiffiger daher, mit akzentuierter Schnauze und verbreiterter C-Säule hin zu einem höheren Heck. Insgesamt wächst der neue Astra um einige Zentimeter, soll aber dennoch leichter werden. Eine neuentwickelte Vorderachse und ein neuer 1,2-Liter 16 V-Sparmotor sollen zum Einsatz kommen. Während Opel neben dem neuen Astra auch die Kompaktvan-Version Zefira zeigen will, wird sich VW ganz auf die Vorstellung ihres Millionensellers konzentrieren. Zum Bedauern aller Käfer-Freunde, die zumindest mal einen Blick in den Nachfolger Beetle werfen würden. VW-Sprecher Christoph Alder: "Der Golf ist das Ereignis, von dem wir nicht mit anderen Modellen ablenken wollen."

    Elektro-Hybrid Duo in Serienversion

    An diese Maxime werden sich auch die Töchter des Wolfsburger Konzerns halten müssen. Vergleichsweise bescheiden geht es deshalb auf dem Audi-Stand zu. "Wir wollen den Auftritt des Golfs nicht stören", sagt Audi-Sprecher Lutz Schilling. Die Ingolstädter konzentrieren sich auf den S4 mit 255 PS starkem 2,8-Liter V6-Motor und ihrem neuen V6-TDI, der erst jüngst im A8 vorgestellt wurde.

    Das neue technische Meisterstück soll mit seinen 150 PS ab Herbst auch den A6 sowie den A4 antreiben. Außerdem wird Audi den Elektro-Hybrid Duo in seiner Serienversion vorstellen. Der A6 Avant soll erst auf dem Genfer Salon das Modellprogramm bereichern. Audi-Sprecher Schilling: "Warum sollen wir den Neuen präsentieren, wenn sich der Alte noch glänzend verkauft."

    Mercedes macht Konkurrenz in der Kompaktklasse

    Auch die beiden ausländischen Konzerntöchter halten sich mit spektakulären Neuerscheinungen zurück. Seat zeigt den Cordoba Vario. Der spanische Kombi wird ab Herbst ab 25.000 Mark beim Händler stehen. Und auch die tschechische Tochter Skoda beschränkt sich auf die Ausstellung der Kombiversion ihres viel gerühmten Octavia. Das Mittelklassemodell wird mit allen Motoren der Limousine angeboten und startet im Frühjahr 1998.

    Doch Golf und Astra bekommen in der Kompaktklasse jetzt noch einmal ernstzunehmende Konkurrenz. Nach zwei Jahren Werbe-Kampagne wird die A-Klasse von Mercedes nun endgültig im September beim Händler stehen. Vorher werden die Schwaben in der Frankfurter Festhalle noch einmal die A-Klasse-Show zelebrieren. Der kleinste Serien-Mercedes aller Zeiten wird in der A 140 Classic-Version mit 82 PS ab 30 360 Mark zu haben sein.

    Dagegen feiert die neue M-Klasse ihren ersten öffentlichen Auftritt in Spielbergs Dino-Drama "Lost World". Der Komfort-Geländewagen, der im Mercedes-Werk in Tuscaloosa im US-Staat Alabama gebaut wird, geht zunächst in Amerika an der Start und kommt erst im Frühjahr 1998 nach Deutschland. Auf der IAA wird er erstmals dem deutschen Publikum vorgestellt.

    BMW präsentiert Z3 Coupe


    Z3 Coupe
    Eine Weltpremiere feiert auch der Nachbar aus Zuffenhausen: der neue Porsche 911 ist da. Runder, breiter und kräftiger fährt die fünfte Neuauflage der Sportwagen-Legende ins nächste Jahrtausend. Ähnlichkeiten mit dem kleinen Roadster-Bruder Boxster sind nicht zu übersehen. Und auch unterm Blech arbeitet erstmals in einem 911 ein wassergekühlter Boxermotor, der aus 3,4 Litern Hubraum 300 PS entwickelt.

    Ob der neue 3er von BMW das Licht der Autowelt schon auf der IAA erblickt, ist noch nicht entschieden. Sicher zeigen die Bayern die Compact-Variante 323i mit sechs Zylindern und 170 PS, die noch in diesem Jahr zu haben sein wird. Hingucker wird jedoch in jedem Fall das Z3 Coupe, das auf der gleichen Bodengruppe und mit identischem Fahrwerk des Roadsters fährt. Auch für den Antrieb des geschlossenen Zweisitzers mit Laderaum wurden der 2,8-Sechszylindermotor mit 193 PS und die M-Version mit 3,2 Liter Hubraum und 321 PS aus der offenen Version implantiert.

    Ford setzt New Edge-Linie fort

    Mit dem Puma und einer weiteren Coupe-Studie auf Mondeo-Basis setzt Ford seine sogenannte New Edge-Linie fort. Das kleine Sportcoupe fährt auf der Fiesta-Plattform mit einem neuen 1,7-Liter-16-V-Motor, der 125 PS leistet. Der 3,98 Meter lange Opel Tigra-Konkurrent soll nach der IAA ausgeliefert werden. Das Mondeo-Coupe soll Ende 1998 nach Deutschland kommen.

    Franzosen ohne richtigen Knaller


    Alfa 156
    Die Franzosen kommen diesmal ohne richtigen Knaller nach Frankfurt. Peugeot präsentiert sein 406 Coupe, das in Frankreich schon seit Frühjahr verkauft wird, und Citroen den Nachfolger des ZX mit dem Namen Xsara. Mit längerer Karosserie als der Vorgänger ähnelt das neue Kompaktmodell einer Mischung aus Saxo und Xantia. Erstmals in Deutschland gezeigt wird der Renault Kangoo. Der Nachfolger des legendären R4 fährt auf der Plattform des nächsten Clio, der erst im nächsten Jahr neu aufgelegt werden soll.

    Alfa: Elegante Nummer

    Eine neue elegante Nummer fährt Alfa Romeo in Frankfurt in den Salon. Die Weltpremiere des 156 startet nach der IAA mit Motoren zwischen 120 und 190 PS und wird den bisherigen 155 ablösen. Die viertürige Stufenhecklimousine erinnert mit ihren weichen Linien im Gegensatz zum keilförmigen Vorgänger an die Modelle der Schwestermarke Lancia. Ansonsten präsentiert der italienische Fiat-Konzern das in Brasilien gebaute Weltauto Palio, das im September nur in der Kombiversion Weekend mit drei Motorvarianten ab rund 23 000 Mark nach Deutschland kommt.


    Toyoto Corolla

    Abschied vom Einheitsauto

    Vom Einheitsauto verabschiedet hat sich der größte fernöstliche Hersteller Toyota und präsentiert einen speziell für den europäischen Markt gebauten neuen Corolla. Ebenfalls auf europäische Verhältnisse zugeschnitten ist ein Minicar, das auf der IAA als Studie gezeigt werden soll. Der Kleinstwagen, der deutlich kürzer als der Starlet ausfällt, soll bei entsprechendem Zuspruch 1998 in Serie gehen.

    Revolutionäres Triebwerk


    Mitsubishi Carisma
    Größere Beachtung in der japanischen Sektion - zumindest unter den Fachbesuchern - wird allerdings Mitsubishis Benzindirekteinspritzer finden. Das revolutionäre Triebwerk, das bis zu 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen soll, wird in Deutschland ab September erstmals im Carisma eingesetzt. Außerdem zeigt Mitsubishi einen gelifteten Pajero mit breiteren Kotflügeln und stärkerem 2,8 Liter TD-Motor.

    Gelände-Tour

    Neue Absatzmärkte im deutschen Markendschungel soll der neue Nissan Pathfinder aufspüren, der im nächsten Jahr gegen Jeep Cherokee und Land Rover Discovery antreten wird. Dagegen hat sein größerer Bruder Patrol GR lediglich eine Liftkur erhalten. Der neue Mazda 626 geht schon vor der IAA in Deutschland an den Start. Dafür bringen die Japaner die Kombi-Version als Weltpremiere mit nach Frankfurt. Ebenfalls mit einer Kombiversion des Civic will Honda auf der Messe glänzen.

    HMX will Ka-Fraktion Paroli bieten


    Hyundai HMX
    Dagegen ist das Angebot der Koreaner schon reichhaltiger. Im VW-Caravelle-Format fährt Hyundai im September den H-1 auf den Markt. Der heckgetriebene Van mit seitlicher Schiebetür soll neun Personen Platz bieten. Außerdem präsentiert der größte koreanische Hersteller seine Kleinwagenstudie HMX, die der Ka-Fraktion Paroli bieten soll. Nach diversen Lizenzfabrikaten baut nun auch Daewoo unter der Leitung von Chef-Designer Ulrich Bez - vormals BMW und Porsche - mit deutscher Entwicklungshilfe selbst entworfene Autos. Nach dem Kompaktwagen Lanos, der schon bei den Händlern steht, werden auf der IAA der Espero-Nachfolger Nubira und die Mittelklasse-Limousine Leganza zu sehen sein.

    Optisches Highlight: Volvo Cabrio


    Volvo C 70 Cabrio
    Zu den optischen Highlights der Ausstellung wird zweifelsohne das Volvo C 70 Coupe und das C 70 Cabrio gehören. Während das Coupe jetzt doch erst im November ausgeliefert wird, ist die deutsche Markteinführung der offenen Version nochmals um einige Monate verschoben worden.

    Der schwedische Nachbar Saab will mit seinem neuen Spitzenmodell 9-5 wieder in die Gewinnzone fahren. Wegen Qualitätsproblemen konnte die General Motors-Tochter in den letzten Jahren nur noch 80.000 Fahrzeuge absetzen. Der amerikanische Mutterkonzern präsentiert auf der IAA die Cabrioversion der Corvette sowie einen zierlicheren Cadillac Seville.
    Von Maximilian Wald, Fotos: dpa

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    Letzte Änderung: 18.07.1997 00:02 von aj