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zurückblättern  ... Macau kehrt zurück nach China

Rotchinas Schatten fällt schon jetzt auf Macau
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Vom Fort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Altstadt, auf Sao Paulo und auf Macaus neue Heimat. Am rotchinesischen Ufer des Perlfluss-Mündungsarmes war noch vor wenigen Jahren nichts als Landschaft, heute werfen dort riesige Hochhäuser ihren Schatten bis nach Macau.

Wer gut zu Fuß ist, sollte den Monte da Guia (chinesisch: Tang Thap) erklimmen, mit 90 Metern Macaus höchste Erhebung. Hier oben, nordöstlich der Altstadt, steht der Farol da Guia, ein weißgekalkter Leuchtturm aus dem Jahr 1865 - er ist der älteste an der gesamten chinesischen Küste. Neben dem Leuchtturm erhebt sich seit 1637 eine winzige, gerade mal wohnzimmergroße Kapelle.

Am Fuße des Monte da Guia lohnt der St. Michaels-Friedhof (Cemiterio de Sao Miguel Arcanjo) unbedingt einen Abstecher. Wer den 1854 angelegten, katholischen Gottesacker durchstreift, kann angesichts der üppigen Engelsfiguren, der vergoldeten Kreuze und der marmornen Putten kaum glauben, mitten in China zu sein.

Gigantische Hochbrücken verbinden Inseln
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Ähnlich geht es den Besuchern des alten protestantischen Friedhofs, der an den Camoes-Garten angrenzt, einen ruhigen Park mit altem Baumbestand. Die Ruhestätte war die erste protestantische in China. Einige Jahrhunderte alte Grabinschriften sind bis heute erhalten geblieben, etwa die eines F. W. Schnitgers aus Plön in Holstein, der 1807 im Alter von 33 Jahren in Macau starb. Zu den bekanntesten hier bestatteten Menschen zählt Robert Morrison - ein Missionar, der die Bibel ins Chinesische übersetzte.

Neben der Halbinsel gehören noch zwei kleine Inseln zu Macau; alle drei Teile der Kolonie sind miteinander durch gigantische Hochbrücken verbunden. Die Insel Taipa hat durch Wohnsilos einiges von ihrem Charme eingebüßt. Weniger bebaut und eine Oase der Ruhe ist dagegen das äußere Eiland Coloane. Im Süden, an der Baia de Hac-Sa, lädt ein ausgedehnter Sandstrand - der einzige in Macau - zum Baden im Meer ein.

Kulinarisch reizvolle Stilmischung
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Hier kommt man bequem mit den modernen Linienbussen hin, die jede Ecke in der Kolonie ansteuern und deren Fahrtziel nicht nur in chinesischen Schriftzeichen, sondern auch auf portugiesisch am Frontfenster angebracht ist. Auch Taxi fahren ist kein Abenteuer: Die Fahrer benutzen stets ihr Taxameter, und teuer ist es auch nicht: Auf dem winzigen Macau lassen sich gar keine weiten Strecken zurücklegen.

Man sollte nicht abreisen, ohne Macaus weltweit einmalige Küche probiert zu haben. Sie vereinigt das Beste aus dem einstigen portugiesischen Kolonialreich: edle Weine aus dem Mutterland, würzige Tandooris aus Goa sowie aus Angola und Mosambik das berühmte in Kokosmilch marinierte African Chicken - der Beweis, dass es Liebe auf den ersten Biss gibt.

Gregor Garbassen, gms

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Zuletzt geändert am 5. April 2001 13:01 von tea